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6,63 Meter im Weitsprung: Merle Homeier sorgt für den Höhepunkt

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Von: Helmut Anschütz

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Am Sonntag Meisterin: Merle Homeier von der LG Göttingen holte sich im Sandgestöber den Titel im Weitsprung mit starken 6,63 Meter.
Am Sonntag Meisterin: Merle Homeier von der LG Göttingen holte sich im Sandgestöber den Titel im Weitsprung mit starken 6,63 Meter. © Hubert Jelinek/gsd

Ordentliche Leistungen mit nur wenigen Höhepunkten kennzeichneten die niedersächsischen Leichtathletik-Meisterschaften, die am Wochenende zum dritten Mal in Folge im Göttinger Jahnstadion vor enttäuschenden Kulissen ausgetragen wurden.

Göttingen – Teilweise waren in diversen Disziplinen nur zwei oder drei Aktive am Start. Ohne ernsthaft von der Konkurrenz gefordert zu werden, holten sich die für die LG Göttingen startenden Merle Homeier im Weitsprung und Kira Wittmann im Dreisprung die Titel. Homeier sorgte dabei für den Höhepunkt der Veranstaltung.

Dritter Versuch im Weitsprung: Um kurz vor 13 Uhr am Sonntag läuft Merle Homeier an und fliegt auf starke 6,63 Meter! Ihre zweitbeste Freiluft-Weite überhaupt nach den 6,69 Meter am 11. Juli 2021 bei der U 23-EM in Tallinn (Estland), wo sie Vize-Europameisterin wurde. Bei den Hallen-Meisterschaften kam die Bückeburgerin auf 6,66 m. „Der eine Sprung ist mir perfekt gelungen“, war Homeier glücklich. Und zu ihrem ersten internationalen Auftritt im „Erwachsenen“-Bereich: „Ich bin viel mehr aufgeregt, als dass ich mich freue.“ Der Niedersachsen-Titel war zugleich auch die Antwort auf den mäßigen fünften Platz bei der DM in Berlin.

Am Samstag Meisterin: Kira Wittmann war trotz des Dreisprung-Titels nicht zufrieden mit ihren 13,36 Meter.
Am Samstag Meisterin: Kira Wittmann war trotz des Dreisprung-Titels nicht zufrieden mit ihren 13,36 Meter. © Hubert Jelinek/gsd

Alles andere als zufrieden war Kira Wittmann von der LG Göttingen trotz ihres Sieges im Dreisprung in Abwesenheit von Europas Jahresbeste Neele Eckhardt-Noack, deren 30. Geburtstag am Samstag mit einem Happy-Birthday-Ständchen der Zuschauer gefeiert wurde. „Ich bin absolut nicht zufrieden“, meinte die Kommissar-Anwärterin nach den sechs Sprüngen. Schon der erste auf 13,36 Meter bedeutete den Sieg in diesem personell schwach besetzten Wettbewerb. An ihre persönliche Bestleistung bei der deutschen Meisterschaft in Berlin (13,76 m) reichte Wittmann bei weitem nicht heran.

Bei allen Sprüngen traf sie den Absprungbalken nie optimal, verschenkte so bis zu 30 Zentimeter. Mit einer besseren Weite hätte sie noch Punkte fürs Qualifikations-Ranking für die Heim-EM in München (ab 15. August) sammeln können.

„Nach der DM in Berlin ist eine Last von mir abgefallen“, meinte Wittmann nach dem Wettkampf, den sie nicht druckreif beschrieb. Auch Trainer Reinhardt sprach von einem „Spannungsabfall. Es war nur eine durchschnittliche Weite. Entscheidend war Berlin, das war da fantastisch.“

Am 24. Juli startet Kira Wittmann jetzt bei den deutschen U 23-Meisterschaften in Wattenscheid. In der Qualifikation für München steht sie derzeit am Ende der 26 zugelassenen Dreispringerinnen auf der Kippe.

Weitere Resultate

Über 400 m belegte die LG-erin Beatrix Groß Rang zwei in 57,73 Sekunden. - Bei der U  18 siegte Benedict Busch (LGG) über 400 m-Hürden in 57,53 sec. Am Sonntag wurde er Dritter über 110 m-Hürden. - Martin Schmalz (LGG) wurde Dritter über 400 m in 50,66 sec. - Luis Oberbeck gewann in seinem ersten Lauf über 800 m in 1:50,49 min. – eine sehr gute Zeit, nachdem er neun Monate (Hüft-OP) ausgefallen war.

. Außerdem: Emmy Steinbrecher (Sebexen) gewann in der U 18 über 200 m in 25,73 sec.

Abflug in die USA

Am Montag um 10.30 Uhr jetten Neele Eckhardt-Noack und der Göttinger DLV-Trainer Frank Reinhardt, der sich Sonntagnachmittag auf den Weg nach Frankfurt machte, von dort nach Los Angeles. Im nahen Santa Barbara bereitet sich die DLV-Crew auf die WM in Eugene (Oregon) ab 15. Juli vor. Merle Homeier folgt am 11. Juli. Sie startet am 24. Juli (WM-Ende), Eckhardt-Noach bereits am 16. Juli.  (Helmut Anschütz/gsd)

U18-Meisterin über 200 Meter: Die für den Klub Rukeli Trollmann startende Emmy Steinbrecher. Über 100 m Hürden (Foto) wurde sie Vierte, im Weitsprung Fünfte.
U18-Meisterin über 200 Meter: Die für den Klub Rukeli Trollmann startende Emmy Steinbrecher. Über 100 m Hürden (Foto) wurde sie Vierte, im Weitsprung Fünfte. © Hubert Jelinek/gsd

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