SVG bastelt am Oberliga-Team und am Kunstrasenplatz

Letzte Landesliga-Partie am Sandweg: Oberliga-Aufsteiger Florian Mackes (re.) erwartet mit seiner SVG Göttingen am Mittwoch im vorletzten Saisonspiel den FC Braunschweig Süd. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Lange Zeit war er doch etwas skeptisch, aber „jetzt freue ich mich!“ Sagt Reinhold Napp (65), Vorsitzender des Oberliga-Aufsteigers SVG Göttingen. Am Mittwoch wird der frischgebackene Fußballmeister der Landesliga vor dem letzten Heimspiel gegen den FC Braunschweig Süd (19 Uhr) für Titel und Aufstieg geehrt.

„Wir wollen sportlich im Mittelfeld der Oberliga mithalten“, gibt Napp von Vorstandsseite schon einmal das Ziel aus, das da einzig und allein „Klassenerhalt“ lautet. Die Mannschaft für die kommende Saison müsse so zusammen gestellt sein, dass sie nicht abgeschlagen hinterher hechele.

Seit drei Jahren ist Napp inzwischen der Chef am Sandweg. „Jetzt macht mich der Aufstieg schon stolz.“ Allerdings müssen sich Napp und der zweite Vorsitzende Karl-Wilhelm Würzberg nicht nur um den Aufstieg der Landesliga-Mannschaft kümmern, sondern auch um den nach Pfingsten startenden Bau des Kunstrasenplatzes auf dem bisherigen Hartplatz.

Eigenanteil des Klubs

„Da haben wir jetzt zwei Baustellen“, sagt Napp. „40 000 Euro muss die SVG aus eigenen Mitteln zum Bau des Platzes zusteuern. Viele Spenden tragen dazu bei. Vorteil zudem für die SVG: Sie hat auf dem Stadiongelände – im Gegensatz zu den meisten anderen Klubs – eine beliebte Gaststätte. „Wir haben eine Heimat und darauf sind wir stolz“, sagt Trainer Nolte dazu, der von 2007 bis 2009 am Sandweg war und seit 2011 wieder.

Keine finanziellen Eskapaden

Was hatte SVG-Chef Napp so skeptisch werden lassen? „Ich hatte spekuliert, dass die Landesliga vielleicht doch interessanter sein könnte.“ In der „6. Liga“ werden in der kommenden Saison Oberliga-Absteiger Göttingen 05 und eventuell gleich zwei weitere südniedersächsische Teams spielen: Der TSV Landolfshausen, falls er den Klassenerhalt noch schafft; und der SCW Göttingen, wenn der Tabellenführer der Bezirksliga 4 noch die restlichen vier Zähler zum Aufstieg holen sollte.

Auch Nolte sieht den Klassenerhalt als einziges Ziel. „Finanzielle Eskapaden gibt’s nicht, mehr Geld als in der Landesliga wird nicht gezahlt.“ Trotzdem gibt es bereits zehn Zusagen von Spielern wie Denny Cohrs, Evers, Gehrke, Ismail. Nolte: „Das Gerüst steht.“ Gehen werden neben Jannik Psotta (zu 05) wohl auch Alex Hafner (Beruf) und der zweite Torwart Marcel Cohrs. Im Probetraining sind zwei Franzosen aus der Oberliga Hamburg. Eine Zusage liegt von Marco Galante (Goslar II) vor. Der zusätzliche Aufwand in der Oberliga halte sich in Grenzen, sagt Nolte. Nur fünf Fahrten sind weiter als in der Landesliga. Gegen Braunschweig Süd und beim MTV Gifhorn (Sonntag) will Nolte der zweiten Garde eine Chance geben. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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