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2:1 bei Sparta Göttingen: Weinhardt schießt Northeim zum ersten Sieg

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Von: Helmut Anschütz

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Spektakuläre Szene vor dem Sparta-Kasten: Spartas Mazlum Dogan (links) und Christos Zlatoudis (Rechts) blocken Northeims Tristan Heine bei dieser Flugeinlage.
Spektakuläre Szene vor dem Sparta-Kasten: Spartas Mazlum Dogan (links) und Christos Zlatoudis (Rechts) blocken Northeims Tristan Heine bei dieser Flugeinlage. © Hubert Jelinek/gsd

Riesenjubel bei Fußball-Landesligist FC Eintracht Northeim! In einem harten Kampfspiel gewann das Team der Trainer Philipp Weißenborn und Malte Froehlich mit 2:1 (0:0) bei Aufsteiger Sparta Göttingen und buchte damit im vierten Pflichtspiel den ersten Sieg.

Göttingen – „Das ist pure Erleichterung“, freute sich Weißenborn hinterher.

Genauso happy war Siegtorschütze Maurice Weinhardt! Sekunden vor Beginn der mehr als fünfminütigen Nachspielzeit zog er aus 20 Metern nach Zuspiel von Raoul Fricke aus der Drehung ab – und der Ball landete im rechten Torwinkel. „Ein glücklicher Sieg“, meinte selbst der umjubelte Eintracht-Torschütze. „Ein Geniestreich“, meinte Weißenborn.

Zuvor hatte Ali Ismail für die Northeimer per Foulelfmeter zum 1:1-Ausgleich getroffen (75.). Es war das erste Tor für Eintracht nach 345 Minuten und zuletzt drei Partien Liga und Pokal ohne Torerfolg. Spartas eingewechselter Ibrahim Koc hatte zuvor Tristan Heine im Strafraum gelegt.

In Rückstand geraten waren die Northeimer nur gut 60 Sekunden nach der Pause, als ausgerechnet der Ex-Northeimer Richard Rocha nach Heimbüchel-Vorlage in die kurze Ecke traf und dabei Eintracht-Keeper Tim Tautermann tunnelte.

Sparta hatte den besseren Start in dieses von großem Kampf geprägten Derby. Bodenbachs Lupfer ging rechts am Northeimer Kasten vorbei, Rochas Schuss danach links, und nach Podolczaks Chance parierte der Eintracht-Torwart den Fallrückzieher von Rocha in der 32. Minute. Für Northeim kamen Luca Schahmirzadi, Julen Mediavilla und Heine zu Tormöglichkeiten vor der Pause. Statt 4:3 hieß es aber 0:0.

Nach dem schnellen 0:1 nach Wiederbeginn übernahm Northeim mehr und mehr die Kontrolle über die Partie – Sparta kam nur noch zu eher seltenen Entlastungsangriffen, hatte durch Marcel Heimbüchel die beste Chance (73.). Der nicht immer souveräne Schiedsrichter Alexander Rosenhagen erkannte einen Abseitskopfballtreffer von Heine (56.) nicht an und zog sich den Zorn der Göttinger bei Weinhardts 2:1 zu.

Schiedsrichter-Assistent Alexander Güntzler hatte einen Northeimer Wechsel angezeigt, doch Weißenborn verzichtete darauf. Northeim führte einen Freistoß schnell aus – die Vorgeschichte zum Gäste-Siegtreffer. Hinterher sorgte diese Szene für großen Unmut vor allem bei Spartas Co-Trainer Attila Kaplan. Zuvor hatte Chefcoach Rico Weiß schon Gelb-Rot gesehen wegen Meckerns.

Am Ende belohnte sich Northeim für das dauernde Anrennen und den großen Einsatz, der freilich auch Sparta nicht abzusprechen war. „Wichtig, mal dreckig gewonnen zu haben“, lächelte Eintracht-Coach Weißenborn. „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben“, blieb Sparta-Trainer Weiß sachlich. „Wir hatten die besseren Chancen, aber Northeim mehr Spielanteile. Frech aber, wie der Schiri vor dem 1:2 reagiert hat.“ Weißenborn: „Ich kann Spartas Aufregung verstehen.“  (Helmut Anschütz/gsd)

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