Sparkasse+VGH-Cup

Beim JFV Rhume-Oder wird es laut in der Halle

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Beim Sparkasse&VGH-Cup 2020 dabei: Der JFV Rhume-Oder mit Jannik Strüber (re.). 

Nein, für die Nachwuchskicker des JFV Rhume-Oder ist die Göttinger Lokhalle nun wirklich kein Neuland. Ganz im Gegenteil, denn die Bedingungen, die Atmosphäre und das Flair des internationalen A-Juniorenturniers um den Sparkasse+VGH-Cup (9. bis 12. Januar) kennen die Spieler aus dem Effeff.

„Bei uns haben alle Spieler das Turnier schon erlebt. Entweder als Aktive oder als Fan“, sagt Trainer Jannik Strüber.

Der JFV aus Bilshausen und seine Stammvereine zählen seit vielen Jahren zu den Stammgästen des Turniers, waren bereits 16 Mal dabei. Zunächst kickten damals die JSG Bilshausen und der TSV Wulften in der Godehardhalle. Später lief dann der SV Bilshausen und seit 2013 ununterbrochen der JFV im Göttinger Industriedenkmal auf.

Berühmt ist der JFV Rhume-Oder aber für seine stimmgewaltigen Fans. 2016 und 2017 gab es vom Veranstalter die Auszeichnung zum besten Fanblock des Turniers. Wann immer sich die Spieler des JFV in den vergangenen Jahren über die Bande schwangen, wurde es laut auf den Tribünen. Mangelnde Unterstützung müssen die Kicker auch bei der 31. Auflage im Januar nicht befürchten, auch wenn der JFV-Coach die genaue Zahl an verkauften Tickets nicht kennt. „Die meisten Leute in der Halle werden wieder in Grün rumlaufen“, sagt Strüber.

Sportlich hat der Dauergast in der Lokhalle aber auch etwas vorzuweisen. Zwei Mal wurde die Zwischenrunde erreicht, 2009 gelang sogar der Einzug in das Viertelfinale, der bislang größte Erfolg in der Lokhalle.

Bei der kommenden Auflage des größten deutschen U 19-Turniers ist der Sprung in die Zwischenrunde durchaus wieder im Bereich des Möglichen. „Wir haben eine gute Gruppe erwischt“, sagt Carsten Kamrad. Der Sportliche Leiter des JFV ist froh, in der Vorrunde nicht auf regionale Hochkaräter wie Göttingen 05, Eintracht Northeim oder Tuspo Petershütte zu treffen.

Mit der Zwischenrunde könnte sich auch JFV-Trainer Strüber anfreunden. Weil der Torhüter des Oberligisten Eintracht Northeim wegen einer Fußverletzung noch bis weit in das Frühjahr ausfallen wird, kann er sich voll auf den Cup in der Lokhalle konzentrieren. „Jeder Spieler wird seine Einsatzzeit bekommen“, verspricht der 22 Jahre alte Großhandelskaufmann, der den Jahrgang 2002 sein sechstes Jahr als Trainer begleitet.

Strüber selbst hat das Turnier bereits als Trainer im vergangenen Jahr erlebt – und zwei Mal auch als Spieler. Für Rhume-Oder stand er einst als jüngerer B-Junioren-Keeper zwischen den Pfosten. Mit dem JFV Northeim schaffte er es 2015 sogar bis in das Viertelfinale. „Wir sind damals gegen Schalke 04 ausgeschieden, gegen die hatten wir auch in der Vorrunde gespielt“, erinnert sich Strüber. Und an seine sensationellen sieben Cup-Tore als Torhüter. Zur Belohnung gab es bei der Siegerehrung die Auszeichnung zum besten regionalen Spieler.

„Wenn wir tatsächlich die Zwischenrunde erreichen, dann ist das ein Riesenerfolg. Einbeck ist aber unser größter Konkurrent“, sagt Strüber über das bevorstehende Rennen um den vierten Rang. Das Gerüst der Mannschaft bilden Torhüter Eike Schwarz, den Strüber als besten Keeper der Region bezeichnet, Verteidiger Tom Waßmann, Kapitän Adrian Wiese und Torjäger Philipp Bode (14 Tore in der Bezirksliga). „Der Spaß soll aber im Vordergrund stehen“, betont der Oberliga-Keeper. „Jeder Spieler will vor der großen Kulisse spielen. Und ein Tor gegen Schalke vergisst man sein Leben lang nicht.“ Strüber weiß, wovon er spricht. 2015 traf er zwei Mal gegen Schalke – als Torhüter!

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