Handball-Bundesliga: TSV Hannover-Burgdorf stellte seinen neuen schwäbischen Trainer vor

Bürkle: „Ich verliere saumäßig ungern“

Der nächste Schwabe in Hannover: Burgdorfs neuer Trainer Jens Bürkle mit TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. Foto: Anschütz/gsd

Hannover. Mittendrin bei seiner Vorstellung kam dann doch der Schwabe zum Vorschein: „Ich verliere saumäßig ungern, wie man bei uns sagt“, meinte Jens Bürkle. Der 34-jährige Handball-Trainer, der aus Fellbach-Schmieden bei Stuttgart stammt, ist der Nachfolger von Christopher Nordmeyer bei Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf.

Bürkle kommt von Zweitligist DJK Rimpar Wölfe (bei Würzburg), mit dem er gerade Platz fünf belegte. „Das ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Wechsel, ich will persönlich den nächsten Schritt machen in eine Liga, in der man vor 10 000 Zuschauern spielt“, sagt der neue „Recken“-Coach, der drei Jahre bei HBW Balingen-Weilstätten selbst in der Bundesliga spielte und seit 17 Jahren im Geschäft ist. „Burgdorf passt sehr gut zu mir. Eine Mannschaft, die noch Potenzial hat. Wir wollen eine bessere Rolle spielen als in der letzten Saison.“ Die ging für die „Recken“ am vergangenen Freitag mit einer 26:29-Niederlage und dem eher enttäuschenden 13. Platz zu Ende.

Bürkle soll nun versuchen, neue Impulse zu setzen. Er hat neben seinem Job bei Zweitligist Rimpar auch noch in Würzburg an einem privaten Institut für Leistungsdiagnostik gearbeitet, hat auch deshalb einen „wissenschaftlichen Zugang zu vielen Dingen“, wie er betonte. „Ich bin sehr akribisch und penibel in der Vor- und Nachbereitung eines Spiels“, berichtete der neue TSV-Coach, der gern den Schritt nach Norddeutschland getan hat, wobei er „Herzklopfen“ nicht verhehlt. „Wie ticken die Menschen im Norden?“Auch diese Frage stellte er sich.

„Wir müssen es schaffen, in einer Sprache zu sprechen und lernen, uns zu verstehen“, beschrieb Bürkle den Kennenlern-Prozess mit seiner neuen Mannschaft, zu der bislang mit Malte Semisch (Tor), Rückkehrer Morten Olsen (zuletzt in Franktreich) und Kreisläufer Erik Schmidt (von Absteiger Friesenheim) drei Neue stoßen. Einfluss auf die bisherigen Verpflichtungen hatte der nächste Schwabe bei den „Recken“ nicht – aus dem „Ländle“ stieß vor der abgelaufenen Spielzeit bereits Kai Häfner zur TSV, der wie Torwart Martin Ziemer bei Bürkles Ex-Klub Balingen spielte.

Bester bei A-Lizenzlehrgang

„Harte Arbeit“ erwarte ihn bei den „Recken“, meinte der A-Lizenzinhaber, der seine Ausbildung 2011 als Jahrgangsbester abschloss und gerade zum zweiten Mal von seinen Zweitligakollegen zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde. Das Ziel „Europa“ sei derzeit noch utopisch, blieb Bürkle auf dem Teppich.

„Er wird uns fachlich, inhaltlich und emotional gut tun“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton, der ebenfalls einst in Balingen tätig war. Den TSV-Spielern hat Bürkle, für den noch ein Co-Trainer gesucht wird, schon einen Fitnessplan für den Urlaub mitgegeben. Am 13. Juli startet die Vorbereitung auf die Saison, die Mitte August mit dem DHB-Pokal beginnt. (haz/gsd-nh)

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