Fußball Sparkasse Cup

Der SVG Göttingen reichen 20 gute Minuten

Weiße Unterzahl gegen schwarze Übermacht: SVG-Stürmer Justin Taubert (Mitte) steht gegen die Weender Samuel Paulus (links)) und Maikel König (rechts) auf verlorenem Posten.
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Weiße Unterzahl gegen schwarze Übermacht: SVG-Stürmer Justin Taubert (Mitte) steht gegen die Weender Samuel Paulus (links)) und Maikel König (rechts) auf verlorenem Posten.

Am Ende war es zum Auftakt des 16. Sparkasse Göttingen Cups ein standesgemäßer Sieg. Mit 2:0 (0:0) schlug Fußball-Oberligist SVG Göttingen den Bezirksligisten SCW Göttingen und sorgte damit für den erwarteten Start in das Vorbereitungsturnier, das bis zum 8. August läuft. Ob die SVG dann im eigenen Stadion im Finale steht, wird sich zeigen.

Göttingen – Gegen die Weender war es fast ausschließlich ein absolut einseitiges Match. Dennoch tat sich das Team von Trainer Dennis Erkner vor allem in der ersten Halbzeit unheimlich schwer. „Die Intensität stimmte in der ersten Halbzeit überhaupt nicht“, gab Erkner zu. „Ich glaube, da hat kaum einer geschwitzt.“

Wenn jetzt schon alles klappt, hat der Trainer ja nichts mehr zu tun.

SVG-Vize Thorsten Tunkel über Dennis Erkner

In der Tat waren die ersten 45 Minuten ein absoluter Rückschritt gegenüber der ordentlichen Vorstellung beim 4:1 gegen Vorsfelde. Bei den SVGern lief so gut wie nichts zusammen: Fehlpässe, Abspiele ins Aus, ungenaue Ballstaffetten und vor allem so gut wie keine Torchancen. Kein Wunder, dass der sonst meist besonnene Erkner am Rand ziemlich laut wurde: „Ihr seid zu leise, pusht euch gegenseitig“, schrie er aufs Feld. Man merkte: Der Coach war sauer über den indisponierten Auftritt.

Allein Justin Taubert hatte zwei Mal die Führung auf dem Fuß, beim SCW gab’s nur eine Möglichkeit durch Luke Zimmermann. Magerkost am Sandweg.

Was sich mit Beginn der zweiten Hälfte änderte! Irgendwie schien es, als hätten die SVGer „Hallo-wach-Pillen“ eingeschmissen. Plötzlich war Aggressivität da, die Erkner-Elf presste sehr hoch gegen den SCW und – oh, Wunder – so gab’s auch gleich dicke Chancen. Die erste gute nutzte Tomislav Relota im Nachschuss zum 1:0 (48.) – der erste Treffer des Neuzugangs von Landesligist Landolfshausen/Seulingen.

Die SVG auch in der Folge weiter galliger und griffiger – und so auch zum zweiten Mal erfolgreich: Richard Hehn schloss den übernächsten Angriff mit einem Flachschuss mit links ins rechte Eck ab. Nach 60 Minuten dann der in den Tests bisher schon zwei Mal praktizierte „Achter-Wechsel“ von Erkner. Acht neue Akteure setzten Weende weiter unter Druck, vor allem Nico Krenzek zeigte viel Tatendrang und stürmte munter drauflos.

Allerdings verflachte die Partie wenig später wieder. Weende kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus, mehr war vom Bezirksligisten auch kaum zu erwarten. SCW-Coach Thomas Rusch: „Ich hatte mit einer höheren Niederlage gerechnet. Wir haben lange das 0:0 gehalten. Das war okay, ich bin zufrieden.“

.  Am Samstag (12 Uhr) spielt die SVG in Beerßel (etwa halbe Strecke zwischen Göttingen und Magdeburg) gegen die A-Junioren vom Drittligisten 1. FC Magdeburg. Am kommenden Dienstag (19 Uhr) geht es weiter mit einem Test gegen Hessenligist KSV Baunatal.  (Helmut Anschütz/gsd)

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