Handball-Oberliga Männer: Rosdorfs Krebs und Jahns Heim trafen bisher am besten

Derby ist auch ein Torjäger-Duell

77 Treffer für den TV Jahn: Duderstadts Matthias Heim (am Ball) gegen Alfelds Kim Krumsiek. Foto: nh

Göttingen/Duderstadt. Es ist der „clasico“ der Handball-Oberliga: Am Samstag (18.30 Uhr) trifft die HG Rosdorf-Grone als Tabellendritter auf den TV Jahn Duderstadt (Achter). Fakten und Emotionen stehen dabei gleichermaßen im Blickpunkt.

So ist das Derby auch ein Duell der beiden besten Torjäger. Bei Rosdorf ist dies Marlon Krebs mit 101 Treffern in der Oberliga Niedersachsen, Mathis Ruck kam bislang auf 98 Tore. Bei den Eichsfeldern ist bisher Dr. Matthias Heim am erfolgreichsten gewesen. Er netzte bisher 77 Mal ein, Finn Kreitz traf 71 Mal.

„Er läuft nicht so richtig gern“, meint Rosdorfs Co-Trainer Lennart Pietsch über Krebs. „Aber aus der Bewegung heraus ist er als Rückraum-Shooter nicht zu halten.“ Auf diese Weise hat Krebs (23) auch die meisten seiner Treffer erzielt. Pietsch weiter: „Marlon hat ein gutes Eins-gegen-Eins-Spiel, aber in der Deckung könnte er noch mindestens zehn Prozent draufpacken. Insgesamt hat er aber eine sehr positive Entwicklung genommen.“ Krebs ist gebürtiger Rosdorfer, hat nur in der C-Jugend mal kurzzeitig in Geismar gespielt.

Bei den Duderstädtern ist „Matze“ Heim inzwischen zu einem Führungsspieler gereift. „Er ist für die jungen Spieler motivierend“, sagt Teammanager Ekki Loest über den am Eichsfeld-Gymnasium tätigen Lehrer. „Er hat sich einen gewissen Status erarbeitet, ist bekannt in Duderstadt“, so Loest weiter über den „Shooter“ aus dem linken Rückraum, der damit auf der selben Position agiert wie auch Rosdorfs Krebs. Der Teammmanager: „Matze ist jetzt elf Jahre bei uns, das zeigt, dass er sich bei uns auch wohlfühlt.“

Klarer HG-Sieg im Hinspiel

Das Derby am Samstag hat natürlich auch eine Vorgeschichte. Im Hinspiel kamen die Rosdorfer zu einem völlig überraschenden und niemals erwarteten 25:11-Sieg bei den Jahnern. Für die Duderstädter kam diese Heimpleite einer Bestrafung gleich. „Jahn wusste nicht mehr, wo oben und unten ist“, blickt Pietsch, Assistent von Cheftrainer Gernot Weiss, nochmal auf den 31. Oktober vergangenen Jahres zurück. „Wir wollen die schlechte Leistung aus dem Hinspiel wiedergutmachen“, sagt denn auch Ekki Loest. „Wir wollen das Spiel länger offen halten und insgesamt besser aufgestellt sein.“ Etwas entspannt hat sich auch die Duderstädter Ausfall-Situation: Nur die dauerverletzten Tetzlaff und Nass sowie Bjarne Kreitz werden fehlen.

„Bei uns sind alle heiß auf das Derby“, sagt Lenny Pietsch. „Wir haben Dienstag auch viel besser trainiert als in den letzten beiden Wochen.“ Nach der Tabelle sei die HG Favorit. Pietsch: „Nochmal wird Jahn sich aber nicht die Blöße wie im Hinspiel geben.“ Und nach dem Motto „Gib’ Krebs den Ball, der haut ihn schon rein“ wollen die HGer, so Pietsch, gegen Jahn auch nicht spielen. (haz/gsd-nh)

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