Fußball

Dortmunds Jung-Star Knauff: So fing alles an bei der SVG Göttingen

Von der SVG Göttingen in die große Fußball-Welt: Dortmunds Ex-Göttinger Ansgar Knauff (links) und Stuttgarts Pascal Stenzel kämpfen um den Ball.
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Von der SVG Göttingen in die große Fußball-Welt: Dortmunds Ex-Göttinger Ansgar Knauff (links) und Stuttgarts Pascal Stenzel kämpfen um den Ball.

Die Ursprünge von Dortmunds Jung-Star Ansgar Knauff liegen bei der SVG Göttingen am Sandweg.

Göttingen – „Er war schon extrem gefährlich als kleiner Junge“, sagt Helge Kerl über den Spieler, der derzeit in Fußball-Deutschland in aller Munde ist. Die Fußball-Karriere des 19-jährigen Ansgar Knauff, dessen Vater aus Ghana stammt, begann im Prinzip schon mit vier Jahren bei der SVG Göttingen bei den sogenannten „Bambini“. Acht Jahre hat ihn SVG-Jugendtrainer Helge Kerl unter seine Fittiche genommen.

„Ich habe sehr schnell gemerkt, welches Talent in Ansgar steckt. Seine Wendigkeit, sein unglaublich schneller Antritt – diese Fähigkeiten hatte er schon von Beginn an“, erinnert sich Kerl, der schon sehr früh erkannte, dass Knauff das Zeug zum Fußball-Profi hatte. „Darauf hat er mit einer eisernen Disziplin hingearbeitet“, sagt Kerl.

Großgezogen hat ihn seine Mutter, die Ansgar Knauff am 1. Januar 2002 in Göttingen zur Welt brachte. Aber nicht nur Kerl, dessen Vater Hans jahrelang unter anderem Geschäftsführer bei der SVG Göttingen war, erkannte Knauffs Talent. Auch SVG-Jugendleiter Marcus Schmidt-Lehmkuhl war begeistert von Knauffs Ausnahmetalent, schrieb ihm vor allem „herausragende Fähigkeiten“ hinsichtlich seiner Torgefahr und Zweikampfstärke zu.

Bis zur D-Jugend blieb Knauff bei der SVG. Kerl erinnert sich daran, dass viele Scouts Knauffs Talent entdeckt hatten und Knauff als D-Jugendlicher schon vom FC Bayern München gesichtet worden war. „Wir haben ihn auch bei Werder Bremen und bei Hannover 96 als Gastspieler spielen lassen. Er spielte in fast allen Kreisauswahlen. Er hat seine Gegenspieler wie Slalomstangen stehen lassen“, so Kerl. „In der G-Jugend habe sein Team gegen Teams gespielt, in denen die Spieler eineinhalb Jahre älter waren und „wir die Spiele haushoch verloren haben. Als wir dann aber älterer Jahrgang waren, haben wir mit Ansgar, der ein wichtiger Baustein in meiner Mannschaft war, alles abgeräumt.“

 Kerl hat neben Knauf auch bei anderen Spielern Fähigkeiten wie bei Dortmunds Jung-Star entdeckt, denen er auch eine Profikarriere zugetraut hatte. Doch allein Knauff hatte den Ehrgeiz, den Antrieb, unbedingt Profi werden zu wollen, was eben die anderen Spieler nicht in dem Maße wie Knauff hatten.

Im ersten Jahr C-Jugend wechselte Knauff dann zu Hannover 96, blieb dort ein Jahr, um dann 2016 zu Borussia Dortmund zu wechseln. Dort kam er im betreuten Wohnen unter, ging zur Schule, schloss diese mit Mittlerer Reife ab. „Das Abitur, das ich ihm durchaus zutraue, musste er erst einmal hinten anstellen für die Profikarriere“, sagt Kerl. Sein erstes Tor als Profi schoss er am vergangenen Wochenende in der Bundesliga – das 3:2-Siegtor gegen Stuttgart.  (Walter Gleitze/gsd)

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