Blindenfußball: Nationalteam Samstag in Northeim, Freitag und Sonntag in Göttingen

Drei EM-Tests gegen Türkei

Deutschland gegen Argentinien – das war ein rassiges Duell der Blindenfußball-Nationalmannschaften beider Länder im Rahmen des Erlebnis-Turnfestes am 26. Juni vergangenen Jahres. Jetzt ist das deutsche Team in Göttingen und Northeim zu Gast. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Gute Nachrichten für die deutschen Blindenfußballer vor den drei Test-Länderspielen in Südniedersachsen: Nach langer Zeit bahnt sich endlich eine bessere Kooperation mit dem DFB an. Rolf Husmann, Teammanager der deutschen Nationalmannschaft und einst Stürmer von Göttingen 05 und der SVG, berichtete, dass die Unterstützung „anläuft“ und es in Aussicht stehe, dass die Blindenfußballer „zum DFB wandern“. Insgesamt sei inzwischen auch „ein anderer Ton“ in den Gesprächen.

Dies dürfte die Verantwortlichen und Fußballer gleichermaßen vor den Spielen in Göttingen (Freitag, 18.30 Uhr und Sonntag, 13.30 Uhr neben dem Jahnstadion nach dem Frühjahrs-Volkslauf) und Northeim (Gustav-Wegner-Stadion am Samstag um 14 Uhr) motivieren. „Ich bin zufrieden“, sagt jedenfalls Husmann über diese ersten Fortschritte. Über die Höhe der Zuwendungen möchte er (noch) nichts sagen.

Für die Blindenfußball-Nationalmannschaft unter der Regie von Bundestrainer Uli Pfisterer ist die Dreier-Serie in Südniedersachsen der Auftakt der Vorbereitung auf die EM in Berlin (18. bis 27. August), bis zu der sechs weitere Tests ausgetragen werden. Mit der Türkei hat sich das deutsche Team den amtierenden Europameister von 2015 als (schweren) Gegner ausgesucht, der mit 20 Personen anreist, darunter der englische Coach John Ball und fast das gesamte EM-Siegerteam. Husmann berichtet, dass jeder türkische Spieler für den Titel 30 000 Euro erhalten haben soll. Das sei sein gesamter Jahres-Etat, so Husmann. Was auch den Unterschied und den Stellenwert des Blindenfußballs in der Türkei und Deutschland dokumentiere.

Fürs deutsche Team gilt es, sich im Vorfeld der EM einzuspielen. Bundestrainer Pfisterer hat neun Feldspieler und zwei (sehende) Torhüter nominiert. Leistungsträger Ali Pektas fehlt verletzt, Talent Jonathan Tönsing (St. Pauli) wegen Abitur. Pektas fungiert jetzt als Dolmetscher. „Wir sind in der letzten Zeit körperlich präsenter geworden“, sagt Husmann zur Form des Nationalteams. Bei der EM gilt es, ins Halbfinale zu kommen. Dann wäre man auch für die WM 2018 qualifiziert.

Sehr freue man sich auf das Spiel am Samstag auf dem Kunstrasen in Northeim, so Husmann, das auf Einladung vom KSB-Vorsitzenden Heinz-Jürgen Ehrlich zustande gekommen sei. (haz/gsd-nh)

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