Leichtathletik

Dreisprung-Meisterin Eckhardt schon bei „Mission Olympia“

Im Zwiegespräch: Die deutsche Dreisprung-Meisterin Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen) bekommt Tipps und Ratschläge von Trainer Frank Reinhardt beim Leichtathletik-Meeting im Juni in Osterode.
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Im Zwiegespräch: Die deutsche Dreisprung-Meisterin Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen) bekommt Tipps und Ratschläge von Trainer Frank Reinhardt beim Leichtathletik-Meeting im Juni in Osterode.

Schon am Sonntag ging sie für Neele Eckhardt-Noack (29) los, die „Mission Olympia“. Mittags hob die Top-Leichtathletin von der LG Göttingen im Flieger von Frankfurt aus ab Richtung Japan, wo es in Miyazaki auf der Süd-Insel des Landes in ein „Pre-Camp“, ein kurzes Vorbereitungs-Trainingslager des DLV geht.

Miyazaki/Göttingen – „Olympia ist bisher Neeles größtes sportliches Ereignis“, berichtete ihr Trainer Frank Reinhardt kurz vor dem Abflug über den aktuellen Gemütszustand der deutschen Dreisprung-Meisterin.

Mit im Jet saßen unter anderem mit Kristin Gierisch, ihre größte deutsche Konkurrentin von Bayer Leverkusen, und auch Leichtathletik-Bundestrainerin Anett Stein. Wie es die Organisation so wollte, flog Frank Reinhardt erst am Sonntagabend in einer anderen Maschine später nach. In Miyazaki treffen sich Reinhardt und Eckhardt wieder. Der Trainer bleibt bis zum 27. Juli im Pre-Camp, fliegt nicht weiter mit nach Tokio, sondern wieder zurück nach Deutschland und wird den Dreisprung-Wettbewerb seiner Dreispringerin auch nur wie die meisten am Fernseher verfolgen.

„Heiß“ wird es für Eckhardt-Noack am Freitag, den 30. Juli. Dann steht um 19 Uhr japanischer Zeit (12 Uhr mittags deutscher Zeit, was sehr TV-freundlich ist) die Qualifikation der besten Dreispringerinnen der Welt an. Trainer und Athletin hoffen dabei auf die Qualifikation für den Endkampf der besten acht Springerinnen, was schon ein großer Erfolg wäre in dem erlesenen Feld. Das Finale steigt dann am Sonntag, den 1. August, um 20 Uhr japanischer Zeit, 13 Uhr deutscher Zeit. Da heißt es dann: Daumen drücken für die sechsfache deutsche Meisterin von der LG.

Bis zum Abflug gab es aber auch noch Nerverei hoch drei! „Das war viel Schreiberei im Vorfeld“, sagt Reinhardt und meinte damit die umfangreichen Formalitäten. Am vergangenen Donnerstag und Freitag erfolgten weitere PCR-Tests. Trainer Reinhardt musste am vergangenen Samstag extra nochmal nach Hannover fahren, um ein bestimmtes Formular abzuholen.

Die Sportlerinnen und Sportler mussten mehrere Apps herunterladen, sie online überwiegend auf englisch ausfüllen, was alles sehr zeitaufwendig und teilweise auch nervig gewesen sei, beschrieb Reinhardt den „Papierkrieg. Ein bisschen viel Aktionismus“, sei dies gewesen, so der Eckhardt-Coach. „Aber wir wollen froh sein, dass Olympia stattfinden kann. Und wir müssen eben auch akzeptieren, dass Zuschauer in Tokio nicht gewollt sind.“

Und wie sieht es bei Eckhardt-Noack sportlich aus? Reinhardt: „Sie ist in absolut guter Verfassung. Wir haben am vergangenen Donnerstag noch eine richtig gute Technik-Einheit gemacht. Am Freitag hat Neele dann noch allein eine Krafteinheit eingelegt.“ Am vergangenen Mittwoch war der NDR im Jahnstadion und hat noch ein paar Bilder gedreht. Um Göttingens Leichtathletik-Star während Olympia auch mal einem größeren TV-Publikum vorzustellen.  (Helmut Anschütz/gsd)

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