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Eckhardt-Noack: Bei der EM zwei Zentimeter an Dreisprung-Bronze vorbei

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Bronze knapp verpasst: Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen belegte bei der Leichtathletik-EM im Münchener Olympiastadion im Dreisprung Platz vier.
Bronze knapp verpasst: Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen belegte bei der Leichtathletik-EM im Münchener Olympiastadion im Dreisprung Platz vier. © Imago/Jan Huebner/Kai Peters

Es hat nicht sollen sein! Neele Eckhardt-Noack (30) hat bei der Leichtathletik-EM im Münchener Olympiastadion eine Medaille im Dreisprung verpasst.

München/Göttingen – Zwei Zentimeter fehlten der Athletin von der LG Göttingen zu Bronze. Im fünften Versuch sprang sie auf 14,43 Meter und belegte damit den undankbaren vierten Platz. Damit fehlt es der Studenten-Weltmeisterin (Universiade 2017) weiterhin an einer großen, bedeutenden Medaille.

Aller Kampf um eine Platzierung auf dem Podium war letztlich vergebens. In der Qualifikation war Eckhardt-Noack mit 14,53 Meter noch persönliche Bestleistung gesprungen - der weiteste Satz von allen Teilnehmerinnen. Diese Weite, hätte sie diese im Finale wiederholt, hätte zu Bronze gereicht.

Neue Europameisterin wurde die Ukrainerin Maryna Bekh-Romanchuk, die gleich im ersten Versuch starke 14,81 Meter vorlegte und damit den Wettbewerb von Beginn an anführte. Im fünften Versuch sprang sie sogar erstmals über 15 Meter auf 15,02 Meter. Zweite wurde die Finnin Kristina Mäkelä mit 14,64 Meter vor der Israelin Hanna Minenko mit 14,45 Meter.

Eckhardt-Noack sprang im ersten Versuch auf 14,12 Meter, verschenkte dabei 21,1 Zentimeter. Im zweiten Versuch landete sie bei 14,39 Meter. Weil die Portugiesin Patricia Mamona dieselbe Weite erzielte, aber den besseren zweiten Versuch hatte, rutschte die LG-Athletin auf Platz vier ab und wurde dann auch noch von Minenko überholt - nur noch Platz fünf.

Eckhardt-Noacks Versuche drei und vier, bei dem sie bei über 14,50 Meter landete, aber waren dann ungültig, sodass sie alles in den fünften Sprung reinlegen musste - und die 14,43 Meter schaffte. Zwei Zentimeter hinter Minenko! Nach Bekh-Romanchuks 15,02 Meter sprang Eckhardt-Noack im sechsten und letzten Versuch nochmal auf 14,40 Meter - Medaille leider verpasst. So blieb um 22.12 Uhr mit Rang vier nur ein Achtungserfolg für die Göttinger Dreispringerin, die jetzt – so ihr Trainer Frank Reinhardt – erstmal eine Sportpause einlegen will, um sich um ihr erstes juristisches Staatsexamen zu kümmern. Eine Hallensaison im Winter sei nicht geplant.

Neele Eckhardt-Noack im ZDF-Interview: „Es ist super-ärgerlich, aber ich habe eine Mega-Serie gemacht. Natürlich fehlt der Ausreißer nach oben oder einfach das Quäntchen Glück, das man manchmal braucht. Es wäre natürlich extrem gewesen, mit einer Medaille nach Hause zu gehen. Nun ist es Platz vier geworden. Aber morgen werde ich nicht ein weinendes, sonden zwei lachende Augen haben.“  (haz/gsd)

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