Fußball-Bezirksliga 4

Eichsfeld-Zoff: Knalleffekt nach Vorrundenschluss

In der Meisterrunde sieht man sich wieder: Bovendens Dilsad Kaplan (rechts) gegen Spartas Mats Kreißig.
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In der Meisterrunde sieht man sich wieder: Bovendens Dilsad Kaplan (rechts) gegen Spartas Mats Kreißig.

Unrühmliches Ende der ersten Saisonphase in der Fußball-Bezirksliga 4! In der Staffel A zoffen sich mit der SG Bergdörfer und dem SV Rotenberg zwei Eichsfelder Klubs um die Teilnahme an der Meisterrunde.

Göttingen – Ganz entspannt gehen dagegen die Göttinger Klubs in die am übernächsten Wochenende beginnende zweite Saisonphase, in der bis Weihnachten noch sechs Spieltage ausgetragen werden – der Rest dann in 2022.

Was passierte in Staffel A?

Die SG Bergdörfer gewann am letzten Spieltag 2:1 gegen den VfR Dostluk Osterode. Die Harzer sollen aber in drei Wechselfenstern plus Halbzeit vier Mal gewechselt haben – verboten! Das zeigten die SGer an und erhielten daraufhin eine 5:0-Wertung. Die reichte im Torverhältnis aus, um Nachbar SV Rotenberg (2:1-Sieger in Bilshausen) von Platz drei und damit aus der Meisterrunde zu verdrängen – um ein einziges Tor (20:10 gegenüber 20:11) bei Punktgleichheit (beide 17).

Dass es nun unterschiedliche Sichtweisen gibt, liegt auf der Hand. Dostluk legte Einspruch ein, die Schiri-Assistentin soll den VfR noch auf den vermeintlich falschen Wechsel hingewiesen haben. Nun werden weitere Stellungnahmen unter anderem von einem Schiedsrichterbeobachter ausgewertet – das Bezirkssportgericht muss wohl entscheiden. Total verärgert über die SGB ist man beim SV Rotenberg. Da hört wohl auch unter eichsfeldischen Fußball-Nachbarn die Freundschaft auf...

.  „Wenn wir die Meisterrunde verpasst hätten, wäre das enttäuschend gewesen. In einigen Partien fehlte uns einfach auch das Spielglück“, sagt Enrico Weiß, Trainer von Sparta Göttingen. Nach gutem Start hatten die Rot-Weißen einen Durchhänger. „Da hat uns fast die komplette Abwehr gefehlt mit Mats Kreißig, Miguel Bodenbach und Yussuf Souleiman. Aber ich jammere nicht.“ Diese Woche wird nur einmal trainiert, Regeneration steht im Vordergrund. Weiß: „Zuletzt war es auch mental anstrengend.“

.  Bei der SG Lenglern (Sieger der Staffel B) ist man „mehr als zufrieden“, so Teammanager Jens Schiele. „Wir sind als Team zusammengewachsen mit jungen Leuten und drei, vier erfahrenen Spielern.“ Dazu zählen Tony Nguyen, Timo Friedrichs, Marcel Leuze und Sascha Bendroth. Schiele weiter: „Alles, was jetzt kommt, ist Zugabe. Und: Wir können schon für die nächste Saison planen.“ Alles auch ein Verdienst vom neuen Trainer Christopher Worbs. „Sehr ruhig, sehr sachlich“, lobt Schiele. Die SGL-Perspektive: „Wir knien uns auch in der Meisterrunde voll rein, wollen unseren Fans etwas bieten.“

.  Das 1:0 gegen Mitfavorit Sülbeck war beim Bovender SV die „Initialzündung, die Energie freigesetzt und den Teamspirit befeuert hat“, sagt BSV-Teammanager Daniel Vollbrecht. Auch das Trainingslager vor der Saison und der breite Kader habe zum Aufschwung und Staffelsieg mit 22 Punkten (wie Lenglern) und 30 Toren (Bestmarke in den drei Staffeln) in Vorrundengruppe C beigetragen. Die Meisterrunde sieht Vollbrecht „sehr ausgeglichen. Wir wollen weiter oben dabei sein.“

Auch der FC Grone wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Zwölf der 27 FC-Treffer gelangen Torjäger Steen Zimmermann. Ein wichtiges Pfund, mit dem Trainer Tim Lindemann wuchern kann.

.  In der Abstiegsrunde mit dem SCW Göttingen werden unter den neun Teams drei Absteiger ermittelt. (Helmut Anschütz/gsd)

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