„Great Barrier Run“: Hindernislauf-Premiere in Göttingen mit 450 Aktiven

„Ein richtig cooler Lauf“

Göttingen. Nichts für Weicheier war der erste Göttinger Great Barrier Run. 450 Teilnehmer waren am Sportinstitut der Universität Göttingen bei Läufen über drei Distanzen dabei. Auch deshalb, um beim Premierenlauf die eigenen körperlichen Grenzen auszuloten.

„Das war unheimlich anstrengend“, meinte Louisa Lohrberg, als sie nach fünf Kilometern Querfeldeinlauf und 15 teilweise schier unüberwindlich erscheinenden Hindernissen zusammen mit Leandro Buttaro schweißgebadet, aber überglücklich die Ziellinie überquerte. „Wir treiben viel Sport und haben das hier dennoch ziemlich unterschätzt“, meinte die Göttingerin. „Gerade bei den Hindernissen, bei denen man sich selbst hoch ziehen musste, merkte man erst so richtig, wie schwer ein Körper sein kann“, sagte Buttaro. Die Tatsache, dass man diesen ganzen Wettbewerb nur als Team meistern könne, fanden beide „richtig cool“.

Erfolgreiches Konzept

Tatsächlich ging es beim Great Barrier Run nicht nur darum, den Parcours (es standen Strecken von fünf, zehn und 15 Kilometern Länge zur Auswahl) so schnell wie möglich zu bewältigen, sondern als Gruppe geschlossen ins Ziel zu kommen. Dabei galt es nach dem Start im Stadion am Sportinstitut der Uni Göttingen, über Strohberge und diverse Holzhindernisse zu klettern, Autoreifen bergauf zu schleppen, unter 30 Zentimeter flachen Stahlgittern hindurchzurobben oder einen mit leuchtend roter Flüssigkeit gefüllten Swimmingpool zu durchqueren – auf welche Art auch immer.

Ein Konzept, das in Deutschland schon bei zahlreichen ähnlichen Hindernisläufen Teilnehmer jeden Alters begeistert hat und mit dem auch der Göttinger Hochschulsport als Veranstalter voll ins Schwarze traf. „Das war heute überragend“, strahlte Mitorganisator Mischa Lumme nach der erfolgreichen Premiere. „Das Wetter hat perfekt mitgespielt und die Leute waren alle unheimlich gut drauf.“ Dass es bei der Erstauflage einer derart großen Veranstaltung den einen oder anderen Punkt gebe, den man noch verbessern könnte, verstehe sich von selbst. Die zweite Auflage des außergewöhnlichen Hindernislaufes sei aber schon in Planung, wie Lumme verrät. „Insgesamt war das ein derart großer Erfolg, dass ich fest davon ausgehe, dass das nicht der einzige Great Barrier Run in Göttingen gewesen sein wird.“ (per)

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