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Eintracht Braunschweig stoppt Hannovers Siegesserie

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Von: Walter Gleitze

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Braunschweigs Torschütze: Der nachverpflichtete Eintracht-Stürmer Anthony Ujah (rechts) steigt höher als Hannovers Havard Nielsen und köpft das Tor zum 0:1. 2
Braunschweigs Torschütze: Der nachverpflichtete Eintracht-Stürmer Anthony Ujah (rechts) steigt höher als Hannovers Havard Nielsen und köpft das Tor zum 0:1. 2 © Swen Pförtner/Dpa

Im Niedersachsenderby der 2. Fußball-Bundesliga trennten sich Hannover 96 und Eintracht Braunschweig 1:1.

Hannover – „Ich bin zwar nicht super happy mit dem Punkt, aber ich glaube, insgesamt für unsere Entwicklung und unseren Weg ist der Punkt trotzdem gut.“, äußerte sich Stefan Leitl nach dem 1:1 (0:0) im Niedersachsenderby der zweiten Fußball-Bundesliga, das als Hochrisikospiel eingestuft wurde, zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig vor mit 42 000 Zuschauern, darunter 4500 Eintracht-Fans, ausverkaufter Heinz-von-Heiden-Arena.

Aus Sicherheitsgründen blieb der Unterrang unter den Braunschweig-Fans in der Südkurve leer in diesem als Hochrisikospiel.

Es war bereits das neunte Remis für 96 im 22. Heimspiel dieser beiden Teams bei elf Siegen und zwei Niederlagen. „Natürlich hätten wir unseren Fans gern den Derbysieg geschenkt, aber wenn man die Reaktion der Fans nach dem Spiel sieht, sieht man, dass sie honoriert haben, dass wir alles reingeschmissen haben. Und es gibt ja auch noch ein Rückspiel“, meinte 96-Keeper Ron Robert Zieler, der am Führungstreffer der Gäste durch Anthony Utah per Kopf in der 69. Minute machtlos war.

Braunschweigs Torwart Jasmin Fejzic verhinderte kurz vor der Halbzeitpause die 96-Führung, als er das Leder nach einem Kopfball von Havard Nielsen aus drei Metern an die Latte lenkte. „Wir hätten das Spiel natürlich gerne gewonnen. Ich bin auch der Überzeugung, dass wir näher dran waren am Sieg, obwohl wir kein richtig gutes Spiel gezeigt haben.“, analysierte Leitl. Denn Nielsen hatte noch eine richtig gute Kopfballchance in der 71. Minute, der Ball landete aber am Lattenkreuz, ehe ihm dann aber nach 77 Minuten am kurzen Pfosten stehend nach einer Hereingabe des eingewechselten Cedric Teuchert das 1:1 gelang.

In der 22. Minute hätte der 18-jährige Nicolo Tresoldi die Roten in Führung bringen müssen, als er allein vor Fejzic zusteuerte, sein Schuss ab am rechten Torpfosten vorbeiflog. Zäh kam die Partie in der ersten Halbzeit daher, die von Schiedsrichter Patrick Ittrich aufgrund der Pyros beider Fanlager für drei Minuten unterbrochen wurde.

Nach dem Wechsel brachte Leitl Cedric Teuchert für den blassen Tresoldi. Nach 64 Minuten noch immer nicht die Führung für 96, als Nielsen aus halblinker Position an Fejzic scheiterte. Etwas überraschend dann die Führung der Gäste. Doch diese schien die Geister bei 96 endgültig geweckt zu haben. Der Druck auf das Braunschweiger Tor nahm zu, und beide Trainer wechselten das Personal. Unter anderem kam Sebastian Kerk für Maximilian Beier. Das hätte sich fast ausgezahlt, doch Kerks Freistoß aus 30 Metern in der Nachspielzeit flog ganz knapp am Eintracht-Gehäuse vorbei.

„Ich habe über 90 Minuten ein geiles Spiel von allen Beteiligten gesehen. Wir haben defensiv stabil gestanden. Am Ende war es in friedliches 1:1 für das Drumherum“, so Braunschweigs Trainer Michael Schiele. 96 blieb nach vier Siegen in Folge nun im fünften Spiel unbesiegt, und Braunschweig scheint in der zweiten Liga angekommen zu sein.  (Walter Gleitze/gsd)

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