Fußball-Oberliga

Eintracht Northeim und SVG Göttingen: „Zu früh in den Lockdown“

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Kein Schussglück: Dieser Kopfball des SVGers Yannis Fischer (li.), den Gifhorns Marc Upmann (Mitte) nicht verhindern kann, landet auf dem Querbalken.

„Sehr zwiespältig“, sagt Dennis Erkner, Trainer des Aufsteigers SVG Göttingen, mit Blick auf die Hinrunde,die die Göttinger nun auf Platz fünf beendeten.. Gemischte Gefühle kommen bei ihm auf, wenn er die 0:2-Niederlage gegen den MTV Gifhorn noch einmal Revue passieren lässt.

„Ein 0:1-Rückstand macht bei meinen jungen Spielern etwas im Kopf. Das war ja jetzt nicht das erste Mal“, erinnert sich Erkner zum Beispiel auch an die 3:4-Niederlage gegen BW Tündern. „Gegen Lupo haben wir unsere Torchancen beim 5:0 optimal genutzt, und wir hatten gegen Gifhorn sicherlich genauso viel Torchancen, nutzen sie derzeit aber nicht.“

Seinem jungen Team wollte er auch nach dem 0:2 gegen Gifhorn keinen Vorwurf machen, zumal „wir gesehen haben, dass man auch in der Oberliga Glück braucht“, weist Erkner auf die drei Aluminiumtreffer hin. Knackpunkt für die Negativserie von drei Punktspiel- und der Pokalniederlage im Achtelfinale sei das 3:4 gegen Tündern gewesen, als die Schwarz-Weißen zwei Rückstände aufholen konnten und erst in der Nachspielzeit das 3:4 per Strafstoß kassierten.

Erkner passt es gar nicht, dass das Spiel gegen Gifhorn erst einmal das letzte vor dem Lockdown gewesen ist. „Jede erzwungene Pause ist blöd, und ich gehe davon aus, dass die bis Mitte Januar andauern wird“, befürchtet der SVG-Coach.

Das sieht man auch beim benachbarten FC Eintracht Northeim so. „Dass die beiden für den Dezember geplanten Spieltage stattfinden, kann ich mir nicht vorstellen. Wir machen jetzt vier Wochen Pause mit dem Training. Dann braucht man wenigstens zwei Wochen Vorbereitung, um wieder an Punktspiele denken zu können. Ich gehe also eher davon aus, dass dieses Jahr kein Spiel mehr stattfinden wird“, sagt Eintracht-Vorstandsmitglied Moritz Braukmüller.

Der hätte sich für die Oberliga-Kicker seines Klubs natürlich einen anderen Jahresabschluss gewünscht als das heftige 0:5 am Sonntag bei Lupo Martini Wolfsburg. Den Humor hat er aber nicht verloren. „Unsere Mannschaft ist 45 Minuten zu früh in den Lockdown gegangen“, sagt er mit Blick auf den zweiten Durchgang, als nach durchaus ordentlicher erster Halbzeit in Durchgang zwei aus einem 0:1 ein 0:5 wurde.

Für den November plant die Eintracht einen kleinen Wettstreit mit den Freunden vom Northeimer Handball-Club. Die Aufgabe: Wer legt in der Lockdown-Pause mehr Kilometer zurück? Teilnehmen sollen alle Mannschaften der Vereine. Braukmüller: „Egal ob die Kleinsten mit dem Laufrad oder eine Laufeinheit der Erwachsenen, alles kommt in die Wertung.“  wg-gsd/mwa

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