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Europas größtes Nachwuchsturnier: Austria Wien ist jetzt Rekordsieger

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Von: Ralf Walle

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Der Rekordsieger in der Lokhalle: Austria Wien gewann zum vierten Mal den Budenzauber.
Der Rekordsieger in der Lokhalle: Austria Wien gewann zum vierten Mal den Budenzauber. © Hubert Jelinek/gsd

Vier Tage Hallenfußball, 11000 Zuschauer, 28 Teams und ein Sieger: Bei der 32. Auflage des internationalen A-Juniorenturniers in der Göttinger Lokhalle triumphierte am Sonntag Austria Wien.

Göttingen – Vier Tage U 19-Fußball in der Göttinger Lokhalle endeten am späten Sonntagnachmittag mit einem verdienten Sieger. Das Team von Austria Wien sicherte sich den Sieg beim Rewe-Juniorcup, dem größten U 19-Turnier in Europa. Im internationalen Endspiel der 32. Auflage gewannen die Österreicher souverän mit 6:1 gegen den FC Fulham aus London. Dritter wurde das Team des AZ Alkmaar vor Hannover 96.

Beim Budenzauber-Marathon mit rund 11 000 Besuchern gewinnt selten das Team, das an den vier Tagen den schönsten Hallenfußball spielt. Diese Erfahrungen machten aufmerksame Beobachter in der Vergangenheit. Und auch nach der zweijährigen Coronapause hatten viele Experten Teams wie den FSV Mainz 05 oder Borussia Mönchengladbach auf dem Favoritenzettel. „Stark sein, wenn es darauf ankommt“, lautet aber das Motto beim viertägigen Cup – und das beherzigten beide Teams nicht. Im Viertelfinale war jeweils Endstation. Die Mainzer scheiterten mit 1:6 an Wien, Gladbach unterlag Hannover mit 2:3.

Wien dominierte im Halbfinale gegen Hannover 96 deutlich und gewann souverän nach Verlängerung mit 5:2. Ein Langweiler war dagegen die zweite Halbfinal-Partie zwischen Fulham und dem AZ Alkmaar. Die Niederländer wollten nicht, die Londoner konnten nicht. Kurz vor Schluss nahm die Partie an Fahrt auf. Doch Gordons Führungstreffer 30 Sekunden vor Schluss konterten die Niederländer sieben Sekunden später mit dem 1:1 durch Poku. Nach weiteren fünf Minuten und jeweils einem Treffer auf beiden Seiten ging es ins Neunmeterschießen. Und da hatten die Engländer die besseren Nerven.

Das Finale verlief höchst einseitig. Nach nur 20 Sekunden ging Wien durch Jankovic in Führung, baute diese kurz später auf 2:0 durch Safin aus und erhöhte die Führung kurz darauf durch Dizdarevic auf 3:0. Als Fulhams Callum in der achten Minute auf 1:3 verkürzte war die Frage nach dem Sieger längst beantwortet: Weil die Österreicher variabler spielten und den Ball prima laufen ließen und mit Enis Safin als spielenden Torhüter einen der technisch besten Akteure des Turniers in seinen Reihen hatte. Saljic, Safin und Milosavljevic machten mit ihren Toren zum 6:1-Endstand kurzen Prozess.

Ganz stark präsentierte sich Göttingen 05. Das beste regionale Team schaltete in der Zwischenrunde Eintracht Braunschweig mit 2:0 durch zwei Onal-Treffer aus. Im Viertelfinale waren die Schwarz-Gelben gegen Alkmaar ganz dicht dran an der Sensation. Über weite Strecken war 05 sogar besser. Lukas Leidig traf für 05 zum 1:1, Theodor Bachmann zum zwischenzeitlichen 2:1 und nach einem 2:4-Rückstand retteten Tore von Robin Ari Okal und Jannes Paul Gremler 05 (19 Sekunden vor Schluss) in die Verlängerung, wo dann beim 4:6 das Aus kam. (Ralf Walle/gsd)

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