Football: Generals mit 62:7-Sieg gegen Wolfsburg ins Halbfinale gegen Hamburg

Fünf Touchdowns von Helfrich

Göttingens Finn Malinowski (mit Ball) wird von Wolfsburgs Abwehr zu Fall gebracht – aber erst hinter der Goal-Line zum 36:7-Pausenstand.

Göttingen. Was wären die Göttingen Generals, wenn sie diesen Mann nicht hätten? Auf alle Fälle um 19 Touchdowns in dieser Saison in der Football-Oberliga ärmer! Zum völlig ungefährdeten 62:7 (36:7)-Sieg der Generäle gegen die Wolfsburg Blue Wings steuerte Runningback Lukas Helfrich wieder einmal fünf Touchdowns bei – das waren gegen die völlig überforderten Blauen Flügel fast die Hälfte der Gesamtpunkte.

„Helfrich war wieder überragend“, sprudelte es aus dem Mund von Generals-Coach Matthias Schmücker heraus. „Er ist sicher der beste Runningback der Liga.“

Dickes Lob vom Trainer

„Das schmeichelt mir sehr“, meinte Helfrich (22), mit dem dicken Lob seines Trainers konfrontiert. Die „Kampfmaschine“ der Göttinger stammt aus Fulda und kam wegen seines Jura-Studiums (siebtes Semester) nach Südniedersachsen. „Ich bin sehr motiviert ins Spiel gegangen.“

Das war schon im ersten Viertel zu sehen, denn die ersten beiden Touchdowns legte – natürlich Helfrich den Wolfsburgern hinter die Goal-Line. Schon beim Hinspiel bei den Blue Wings waren Helfrich (dritte Saison bei den Generals) fünf Touchdowns gelungen. Und so ging’s am schon sehr kühlen und regnerischen Sonntagnachmittag im Maschpark weiter.

Auch zum 20:0, zum 42:7 und zum 48:7 war der Generals-Runningback erfolgreich, womit er seine Pflicht und Schuldigkeit getan hatte. Er allein hätte also die Blue Wings besiegt. Doch da besonders im American Football der Team-Gedanke sehr hoch gehängt wird, ist einer allein wenig – die Mannschaft dagegen alles. So setzte Trainer Schmücker teilweise bis zu sechs „Rookies“ (Neulinge) ein, was aber keinen Bruch im Spiel verursachte. Gegen die harmlosen und fairen Wolfsburger konnten sich die Generals dies erlauben.

In zwei Wochen, wenn das Playoff-Halbfinale bei den Schwarzen Schwänen in Hamburg ansteht, sicher nicht. „Wolfsburg war für uns nur ein besseres Trainingsspiel“, räumte neben Coach Schmücker auch Generals-Präsident Philip Arnold ein.

Zwei Center fehlen

Dumm nur, dass den Göttingern in Hamburg mit 155-Kilo-Mann Enrico Reinhardt und Daniel Groß gleich zwei Center fehlen. Und was passiert, wenn die Göttinger wieder Meister werden sollten? „Dann müssen wir wohl aufsteigen“, sagt Schmücker. Ein zweites Jahr in Folge den Sprung in die 3. Liga ablehnen – das dürfte der American Football-Verband wohl nicht mitmachen.

Übrigens: Die weiteren Generals-Punkte gegen Wolfsburg besorgten Markus Grimm-Rießelmann (2), Jannis Ternedde (8), Martin („Curry“) Grimm (6), Marc Klinkermann (12), Finn Malinowski (2) und Fabian Brasse (2). (gsd)

Von Helmut Anschütz

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