Inklusion: Zweiter grenzenloser Tischtennislehrgang Anfang Januar beim SCW Göttingen

Geschmettert wird auf Augenhöhe

Praktizierte Inklusion beim SCW Göttingen: Tischtennis-Spieler im Rollstuhl schmettern gegen nicht behinderte Akteure. Foto: nh

Göttingen. Inklusion aktiv erleben: Unter diesem Motto organisiert der SCW Göttingen von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. Januar 2015 den zweiten grenzenlosen Tischtennislehrgang. An zwei Tagen trainieren Spieler der Tischtennis-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes und junge Nachwuchsakteure und begeisterte Schüler/innen und Jugendliche aus Göttingen und der Region gemeinsam in der Weender Sporthalle am James Frank Ring.

Im Januar 2014 hatte Frauke Alves mit vielen freiwilligen engagierten Helfern und den Trainern vom niedersächsischen Sportverein SCW Göttingen die Veranstaltung erstmals organisiert - mit großem Erfolg. Gemeinsam mit Holger Nikelis und seinem Team aus der Initiative „sport grenzenlos“ hatten sie es an drei Tagen geschafft, für den Sport von Menschen mit Behinderung zu werben und bei den Jugendlichen Vorurteile und Barrieren abzubauen.

Namhafte Akteure dabei

Der Kölner Holger Nikelis (36), zweifacher Paralympicssieger und mehrfacher Welt- und Europameister, wird auch im Januar 2015 wieder mit an Bord sein. Ebenso wie der aktuelle dreifache Deutsche Meister Selcuk Cetin (43), der frisch gebackene Weltmeister und Nachwuchsstar Valentin Baus (18), die Deutschen Meister Yannik Rüddenklau (17) und Johannes Urban (23), der Bronzemedaillengewinner bei der Deutschen Meisterschaft Jannik Schneider (24), die zweifache Deutsche Meisterin Lena Kramm (17), die Deutsche Jugendmeisterin Marlene Reeg (14) sowie die beiden international erfahrenen Trainer Charly Weber (55), Paralympicssieger von 1992 und Michael Meißner (42). Sie werden einerseits ihre Sportart demonstrieren, zum anderen wird sich den jungen Lehrgangsteilnehmern aber auch die Gelegenheit bieten, sich mit den Behindertensportlern „auf Augenhöhe“ etwa in einem Rollstuhl sitzend zu begegnen und zu messen.

Auswahl-Trainer als Leiter

Der ehemalige Cheftrainer der Nationalmannschaft Meißner und der aktuelle Co-Nationaltrainer Weber leiten die Gruppe an, geben praktische Anregungen im Umgang mit dem Rollstuhl und taktische Ratschläge für die Spieler. So können sie hautnah erleben, was mit einer körperlichen Behinderung im Tischtennissport alles möglich ist.

Auch Zuschauer sind willkommen. Sie können Teil der Begegnung zwischen den Topstars des Tischtennis-Behindertensports und talentierten Nachwuchsspielern aus dem Raum Göttingen sein und dabei am Samstag, 3. Januar, auch selbst zum Schläger greifen. An diesem Tag ist auch ein Schaukampf der Nationalspieler geplant. In einem Doppel demonstrieren die Profis die Besonderheiten des Tischtennis im Behindertensport. Beim Abschlussturnier am Sonntag erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit den Nationalspielern zu messen – wer möchte auch im Rollstuhl. (nh)

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