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Göttingen 05 gegen SVG Göttingen: Nur eine flaue Derby-Nullnummer

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Von: Walter Gleitze

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Eine der wenigen Chancen: Der 05er Norick Florschütz (hinterm Ball) zwischen den SVGern Jannis Hungerland (links) und Amin Al Debek.
Eine der wenigen Chancen: Der 05er Norick Florschütz (hinterm Ball) zwischen den SVGern Jannis Hungerland (links) und Amin Al Debek. © Hubert Jelinek/gsd

Es gibt interessante 0:0-Spiele – zu denen konnte man das ganz bescheidene torlose Unentschieden im Stadtderby der Fußball-Landesliga zwischen Göttingen 05 und der SVG Göttingen nun wahrlich nicht zählen.

Göttingen – Beide Torhüter hätten sich auch eine Sänfte ins Gehäuse stellen können, so beschäftigungslos waren sie über mindestens 89 Minuten.

Wenn eine Mannschaft vor den 1021 zahlenden Zuschauern den Sieg verdient hätte aufgrund der durchdachteren Spielanlage und des minimalen Chancenplus’, dann die Schwarz-Weißen vom Sandweg. So scheiterte Luis Riedel nach einer Viertelstunde an 05-Keeper Tommy Henze, der auch den Nachschuss abwehren konnte. Wenn überhaupt 05, dann hatte Norick Florschütz eine Schussmöglichkeit aus der Distanz, doch die wurde von Jannis Hungerland geblockt. Die größte Chance im gesamten Spiel hatte Steen Zimmermann, dessen Schuss aus halblinker Position kurz vor dem Pausenpfiff aber knapp über den oberen rechten Torwinkel strich.

Auch nach dem Wechsel wurde es nicht besser. Es schien beiden Teams wichtiger zu sein, ein Gegentreffer zu verhindern als ein Tor zu schießen. So war der einzige Aufreger ein Banner der immer wieder sehr fantasievollen 05-Ultras, auf dem zu lesen war: „Skandalurteil Fretterode – Nazis und Justiz Hand in Hand.“ Vor dem Anpfiff präsentierten sie eine riesige Choreografie mit 40-Meter-Banner „ULTRAS“, optisch begleitet von gelbem Pyro-Rauch – hatte etwas von Profifußball-Atmosphäre

Erwähnenswert noch ein Schuss der 05er, den SVG-Torwart Omar Younes aber problemlos parieren konnte und eine umstrittene Szene, als der SVGer Ricardo Moreno Morales in den 05-Strafraum eindrang und elfmeterreif von den Beinen geholt wurde. Der Pfiff vom insgesamt souverän leitenden Schiedsrichter Alexander Rosenhagen aber blieb aus. Kurz vor Schluss fing dann auch noch der Himmel an zu weinen –passte zum dürftigen Niveau dieses Derbys, das nicht hielt, was es vielleicht im Vorfeld versprach.   (Walter Gleitze/gsd)

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