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Göttingen ist offizielle „host town“ der Special Olympics 2023

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Von: Andreas Arens

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Erstmals Special Olympic World Games in Deutschland: Athletensprecher Dennis Mellentin (links) und Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland, präsentieren im Berliner Olympiastadion das Logo der Spiele 2023, an denen auch die Stadt Göttingen beteiligt ist.
Erstmals Special Olympic World Games in Deutschland: Athletensprecher Dennis Mellentin (links) und Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland, präsentieren im Berliner Olympiastadion das Logo der Spiele 2023, an denen auch die Stadt Göttingen beteiligt ist. ©  Tilo Wiedensohler/dpa

Erstmals finden die „Special Olympics“, die Weltspiele der Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung, 2023 in Deutschland statt. Gastgeberstadt ist Berlin, doch auch Göttingen ist als eine von mehr als 200 Kommunen bundesweit an den Spielen beteiligt.

Göttingen – Als offizielle „host town“ werden die Teilnehmer einer Nation zwischen dem 12. und 15. Juni 2023 in der Uni-Stadt weilen. Was es damit auf sich hat, erklären wir in Fragen und Antworten.

Was sind die Special Olympics?

Special Olympics steht als Begriff für die Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung. Sie ist vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt und darf als einzige Organisation weltweit offiziell das Wort „Olympics“ verwenden. Als Inklusionsbewegung ist es das vornehmliche Ziel, Menschen mit geistiger Behinderung durch sportliche Betätigung mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Bewegung wurde 1968 von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester John F. Kennedys, gegründet und ist heute mit 5,2 Millionen Athleten in 174 Ländern vertreten. Die Weltspiele der Bewegung, die alle zwei Jahre im Wechsel als Sommer- und Winterspiele ausgetragen werden, nennen sich offiziell „Special Olympics World Games“.

Was hat Göttingen damit zu tun?

Gastgeber der Sommerspiele 2023 ist Berlin (als erst dritte europäische Stadt seit der Premiere 1968). Schon bei früheren Spielen war es üblich, dass die teilnehmenden Athletinnen und Athleten Land und Leute im Vorfeld kennenlernen konnten. Das war allerdings auf das Umfeld der Gastgeberstadt beschränkt. In Deutschland wird es erstmals ein dezentrales System mit mehr als 200 Kommunen bundesweit geben, die die Delegationen vor den Wettkämpfen (17. bis 23. Juni 2023) besuchen. Als eine dieser „host towns“ wurde Göttingen ausgewählt. Für die Organisation der vier Tage in der Uni-Stadt sind die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und der Stadtsportbund (SSB) im Auftrag der Stadtverwaltung zuständig.

Was haben die Organisatoren zu tun?

Für die Tage zwischen dem 12. und 15. Juni 2023 müssen entsprechende Hotel-Kapazitäten freigehalten werden. Außerdem wird das Jahnstadion für die Delegationsgäste reserviert. Die Teilnehmer der Special Olympics sollen die Menschen und Kultur, aber auch Essgewohnheiten sowie Freizeitgestaltung hierzulande kennenlernen. Dafür entwickeln die GoeSF und der SSB in Organisationsgruppen mit Vertretern verschiedener Institutionen ein Programm, das aus Mitmach-Angeboten und Trainingsmöglichkeiten bestehen soll. Laut GoeSF ist dabei eine Mischung aus Organisation und Empathie angedacht.

Was erwartet die Gäste in Göttingen?

Den Teilnehmern der Special Olympics sollen in Göttingen verschiedene Inhalte geboten werden. Es wird aber auch wichtig sein, ihnen Raum für die Akklimatisierung und die Vorbereitung auf die Wettkämpfe zu geben. Neben den möglichst niedrigschwellenden Mitmach-Angeboten gab es in der Vergangenheit die Möglichkeit, an Empfängen oder Festen teilzunehmen. Auch Schulbesuche sind ein Teil des Konzepts. 2007 in Shanghai besuchten die Gäste in Kleingruppen auch chinesische Familien.

Was bleibt von den Special Olympics in Göttingen?

Das Konzept der dezentralen „host towns“ soll die World Games, aber auch den Behindertensport im Allgemeinen in ganz Deutschland publik machen. So können Strukturen des Behindertensports auf lokaler Ebene gefestigt werden. Es ist das Ziel, die Special Olympics ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und dabei letztendlich ein nachhaltiges Interesse für den Behindertensport hervorzurufen.

Von Andreas Arens

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