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Göttinger Dreispringerin Neele Eckhardt trainiert mit Weltmeisterin Malaika Mihambo

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Von: Helmut Anschütz

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Weiterhin Göttingens Leichtathletik-Aushängeschild: LG-Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack am 29. Mai im polnischen Chorzow bei der Europameisterschaft.
Weiterhin Göttingens Leichtathletik-Aushängeschild: LG-Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack am 29. Mai im polnischen Chorzow bei der Europameisterschaft. © dpa

Seit dem Spätsommer lange nichts gehört und gesehen von den südniedersächsischen Top-Leichtathletinnen – und doch sind sie nach wie vor präsent! Neele Eckhardt-Noack (29), Merle Homeier (22) und Kira Wittmann (21) sorgten Mitte des Jahres immer wieder für positive Schlagzeilen. Jetzt sind sie alle im Hallentraining.

Göttingen – Um mal mit der unerfreulichen Nachricht zu beginnen: Vor zehn Tagen hatte die Bronze-Medaillengewinnerin Eckhardt-Noack bei der EM in Torun (persönliche Bestmarke mit 14,52 m) Pech. Beim Sprinttraining im Olympiastützpunkt Hannover stürzte die Top-Dreispringerin heftig und brach sich das linke Handgelenk. „Das ist sogar noch glimpflich abgegangen. Sie hat eine Schiene bekommen, keinen Gips“, berichtet ihr langjähriger Trainer Frank Reinhardt (64). Das hindere die dreifache deutsche Dreisprung-Hallenmeisterin aber nicht daran, etwas zu machen. „Alle trainieren fleißig“, sagt Reinhardt, der allerdings ein internes Trainingslager für seine Trainingsgruppe auf Lanzarote kurzfristig aus Vorsicht vor Corona absagte.

Dafür sind Eckhardt-Noack, Homeier und Wittmann nun bei einem Trainingslager dabei, das der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) vom 3. bis 12. Januar auf Gran Canaria für den Bundeskader anberaumt hat – unter anderem auch mit Weitsprung-Weltmeisterin Maleika Mihambo, die gerade wieder zur deutschen „Sportlerin des Jahres“ gewählt wurde.

Nach einem „hochintensiven Trainingsblock“, so Reinhardt, haben seine Athletinnen jetzt eine etwas ruhigere Trainingswoche. Und alle hoffen natürlich auf Wettkämpfe im neuen Jahr, zum Beispiel auf die deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig.

Interessanter Randaspekt: Die von Göttingen nach Hannover übergesiedelte Eckhardt-Noack, die für die LG Göttingen startet, will weiter mit Frank Reinhardt trainieren. Wie zu hören war, soll es für die Jura-Studentin eine Anfrage von Bayer 04 Leverkusen gegeben haben, ins Rheinland zu wechseln – mit entsprechender, interessanter finanzieller Vergütung. Daraufhin wurde offenbar auch der ASC Göttingen hellhörig, der einer der „Bestandteile“ der LG Göttingen ist. So vermittelte der ASC Eckhardt-Noack (Universiade-Siegerin 2017 in Taiwan) ein Auto, um mobiler zu sein.

Nach dem Start bei Olympia in Tokio, bei dem die Hoffnungen nicht ganz realisiert werden konnten, hatte Eckhardt-Noack, die 2019 von einer Lungenentzündung gestoppt wurde, eine Ruhephase – will aber auf alle Fälle das nächste große Ziel in Angriff nehmen: 2024 Olympia in Paris.

.  „Ein tolles Jahr 2021“, so Reinhardt, hatte auch die aus Bückeburg stammende Weitspringerin Merle Homeier. Der größte Erfolg der Biologie-Studentin war die Silbermedaille bei der U 23-EM in Tallinn (Estland) mit 6,69 Meter am 11. Juli. „Sie hat sich jetzt jedes Jahr gesteigert“, sagt Reinhardt. „Aber jetzt wird wohl jeder Zentimeter sehr schwierig.“ Beim Start im September beim bekannten Berliner ISTAF hatte sie allerdings etwas Pech.

.  Kira Wittmann startet auch wie Eckhardt-Noack und Homeier für die LG Göttingen, wohnt aber in Hannover, weil sie im gehobenen Polizeidienst in Nienburg studiert. Bei der Dreisprung-Siebten der U 23-EM sieht man „große Fortschritte“, so Trainer Reinhardt.

So bleibt festzuhalten: Vom Göttinger Frauen-Leichtathletik-Trio ist auch 2022 einiges zu erwarten, was sehr erfreulich ist. gsd Foto: Hubert Jelinek/gsd-nh

Von Helmut Anschütz

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