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Göttinger Springerinnen-Trio: „Jetzt wollen wir noch ernten“

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Gutes Gespann: Neele Eckhardt-Noack mit Trainer Frank Reinhardt Anfang Juni beim Meeting in Osterode. Auf dem Tablet werden die Sprünge analysiert.
Gutes Gespann: Neele Eckhardt-Noack mit Trainer Frank Reinhardt Anfang Juni beim Meeting in Osterode. Auf dem Tablet werden die Sprünge analysiert. © Hubert Jelinek/gsd

„Das war ein Paukenschlag“, sagt selbst Frank Reinhardt. Auch der sonst eher nüchterne DLV-Trainer war schwer begeistert vom Riesensprung von Neele Eckhardt-Noack (29) auf die WM-Qualifikationsweite von 14,48 Meter beim Leichtathletik-Meeting in Madrid.

Göttingen – Zustande gekommen war er dabei unter ungewöhnlichen Bedingungen. Nach 14,00 Metern im ersten Versuch hatte die Dreispringerin der LG Göttingen zwei weniger gute Versuche. Und dann wurde sie im vierten Versuch schlichtweg vergessen und übergangen. Am Ende des Dreisprung-Wettkampfs durfte sie dann den vierten Versuch nachholen und auf ihre Rekordweite springen, die ihr nach der Qualifikation für die EM in München (ab 15. August), für die sie bereits 14,31 Meter hingelegt hatte (gefordert waren 14,25 m), nun auch die Qualifikation für die WM in Eugene (ab 15. Juli) einbrachte.

Mit den 14,48 Meter ist Eckhardt-Noack jetzt auch die drittbeste deutsche Dreispringerin aller Zeiten. Weiter sprangen bisher nur ihre aktuell größte Konkurrentin Kristin Gierisch (14,61 Meter) und Katja Demut (14,57 Meter).

„Jetzt ist Neele alle Qualifikationssorgen los“, atmete auch Trainer Reinhardt durch, dessen Plan es eigentlich war, seine Athletinnen am Wochenende vor den deutschen Meisterschaften in Berlin nicht starten zu lassen. Aber der Trip von Turku (Finnland), wo sie Dienstag startete, über Deutschland nach Madrid zahlte sich aus. Beruhigt kann Titelverteidigerin Eckhardt-Noack nun die DM in Berlin angehen. Reinhardt: „Jetzt wollen wir noch ernten.“  (haz/gsd-nh)

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