Fußballschule auch in Südniedersachsen sehr aktiv

„Hannover 96 in die Vereine hinaustragen“

96-Fußballschule beim SC Harztor: Ein Camp-Wochenende soll den Kindern sehr viel Spaß bringen.
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96-Fußballschule beim SC Harztor: Ein Camp-Wochenende soll den Kindern sehr viel Spaß bringen.

Arne Kübek ist Leiter der Fußballschule beim Zweitligisten Hannover 96. Wir unterhielten uns mit ihm über Sinn und Zweck dieser Schule und welche Idee dahintersteckt.

Wie ist die Idee einer Fußball-Schule entstanden und wie lange existiert sie schon?

Seit über 13 Jahren existiert diese Fußballschule. Sie ist damals entstanden, um den Breitensport zu fördern und 96 weiter hinaus in die Vereine zu tragen. Seit acht Jahren wurde sie professionalisiert, in der Trainingsarbeit und den Formaten gestärkt. Die Förderung des regionalen Kinder- und Jugendfußballs bleibt aber weiterhin unser oberstes Ziel.

Sie leiten diese Fußballschule. Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus?

Wir haben ein recht großes Team. Wir haben noch drei festangestellte Kollegen und einen Kreis von 60 Trainerinnen und Trainern. Meine Aufgabe ist im Wesentlichen, die Richtung vorzugeben. Wie wollen wir inhaltlich trainieren, wie wollen wir uns nach außen präsentieren? Derzeit aber ruht coronabedingt der Trainingsbetrieb.

Wie sieht die Arbeit mit den Spielereltern aus?

Eltern sind ein wichtiger Faktor. Sie entscheiden ja, ihre Kinder bei uns anzumelden. Wir legen ihnen unter anderem per Email vor, was wir machen. Wir wollen den Eltern gegenüber garantieren, dass ihre Kinder in den besten Händen sind.

Für welche Altersgruppe ist die Fußballschule gedacht?

Unsere Hauptaltersgruppe sind die 6- bis 14-Jährigen. Seit diesem Jahr haben wir auch angefangen, Bambinicamps auszurichten für die 4- bis 6-Jährigen, für die es darum geht, Bewegungserfahrungen zu sammeln. Im nächsten Jahr wollen wir auch einige Kickoff-Veranstaltungen für die 14- bis 18-Jährigen in einer etwas gesonderten Form mit Event-Charakter anbieten.

Wie viele Gruppen gibt es in Ihrer Fußballschule und wie häufig wird trainiert?

In der Fußballschule haben wir keine festen Mannschaften, sondern wir veranstalten Camps. Jedes Wochenende sind wir bei einem Kooperations-Verein, richten dort die Camps aus. In den Sommerferien bieten wir Feriencamps an, und wir bieten wöchentliches Individualtraining an zusätzlich zum Vereinstraining. Wir haben über das Jahr gesehen über 8000 Kinder. Damit sind wir unter den Top fünf in Deutschland ligaunabhängig.

Wie sieht ein solches Camp-Wochenende aus?

Freitagmittag kommen wir an, bauen alles auf, klären mit dem Verein Fragen. Die Kinder kommen gegen 15 Uhr. In unserem Paket ist immer eine komplette Trainingsausstattung – unter anderem ein Trikotsatz, Trinkflasche, Turnbeutel. Nach der Begrüßung folgt eine Trainingseinheit. Am Samstag gibt es zwei Trainingseinheiten mit einem Mittagessen. Am Sonntag gibt es nach einer Trainingseinheit noch eine Siegerehrung.

Welche Kooperationsvereine hat Ihre Fußballschule in Südniedersachsen und in ganz Niedersachsen?

In Niedersachsen haben wir in der Vorplanung für das nächste Jahr schon über 50 Kooperationen mit Vereinen. In Südniedersachsen und dem Raum Kassel haben wir schon 16 Veranstaltungen unter anderem beim JFV Rosdorf, JSG Hoher Hagen, SC Harztor, TSV Holtensen, SV Höckelheim, in der Domstadt Fritzlar, JSG Nieste-Staufenberg, TSV Korbach. Mit diesen Vereinen stehen die Termine für das nächste Jahr schon fest.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit diesen Vereinen aus? Werden Talente früh entdeckt, und werden sie dann bei 96 eingebunden?

Bei uns kann sich jeder anmelden. Wir versuchen, jedes Kind auf dessen Leistungsvermögen bestmöglich zu fördern. Jeder soll etwas lernen, was ihn weiterbringt. Bei 8000 Kindern im Jahr ist es klar, dass wir auch Kinder sehen, die sehr talentiert sind. Wir markieren Talente in unserer Software. Wir haben einen engen Austausch mit unserer 96-Akademie – unserem Nachwuchsleistungszentrum, wo feste 96-Teams ab der U 11 im Spielbetrieb spielen – und deren Scouting-Abteilung. Wir bieten mindestens ein Mal im Jahr ein Best-off-Turnier an. Da werden alle Kinder eingeladen, die als Talent markiert wurden. (Von Walter Gleitze/gsd)

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