Handball-Bundesliga: Neuer Trainer Jens Bürkle macht die TSV Hannover-Burgdorf fit  

Hand drauf auf eine bessere Saison als zuletzt: Das hofften beim TSV-Trainingsauftakt (von links) Torwart Malte Semisch, Trainer Jens Bürkle, Kreisläufer Erik Schmidt und Spielmacher Morten Olsen. Foto: Petrow/gsd

Hannover. Seit Montagnachmittag schwitzen die Recken wieder für die neue Saison in der Handball-Bundesliga.

In der Swiss Life Hall bat der neue schwäbische Trainer Jens Bürkle den Tabellendreizehnten der vergangenen Saison zur ersten Übungseinheit. Sechs Wochen bleibt der TSV Hannover-Burgdorf, um für die bereits siebte Saison in der 1. Liga fit zu werden.
„Das ist mir eigentlich viel zu wenig, das ist keine große Zeit“, meinte Bürkle, der als Einstimmung Fußball spielen ließ. Mit dabei natürlich auch die drei Neuen. Dabei ist es eigentlich nur ein „richtig“ Neuer: Nationalspieler Erik Schmidt von Absteiger Ludwigshafen-Friesenheim.

Der 2,04 Meter lange Kreisläufer ersetzt den bulligen Spanier Juan Andreu, ist mit seiner Länge ein ganz anderer Typ am Kreis. Zudem soll er in der Abwehr im Mittelblock dicht machen. Schmidt trägt die „28“ als Rückennummer – das Geburtsdatum von ihm und seinem Bruder Björn. „In Hannover ist eine Super-Entwicklung zu erkennen“, meinte der aus Mainz stammende Hüne, der im Fokus der Nationalmannschaft bleiben möchte. Und der im Pokal-Wettbewerb weit kommen will. Er würde gern nach Hamburg zum Final Four reisen. „Da war ich noch nie, auch nicht als Zuschauer.“

Alte Bekannte sind dagegen Malte Semisch (2,08 m groß) und Morton Olsen. Beide sind zu den Recken zurückgekehrt. „Torwartlatte“ Semisch aus Minden, der Däne Olsen aus Frankreich. Wie früher ist ein Zopf das Markenzeichen des Spielmachers. „Er bringt mehr Schnelligkeit und Torgefahr in unser Spiel“, erklärte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. Olsen verkörpert den klassischen Spielmacher, den die TSVer in der vergangenen Saison nicht hatten.

Noch nicht alle dabei

Noch nicht beim Aufgalopp dabei waren neben Timo Kastening und Yannick Dräger (beide zurzeit bei der U 21-WM in Brasilien) auch Regisseur Sven-Sören Christophersen und Mait Patrail. Beide werden wegen Blessuren aus der vergangenen Saison noch geschont. Wann der Este Patrail nach seiner heftigen Schulteroperation wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, steht noch in den Sternen. An eine aktuelle weitere Verpflichtung denkt Chatton aber nicht: „Wenn sich keiner weiter verletzt, ist das der Kader für die kommende Spielzeit.“

Auf die Recken wartet jetzt ein knackiges Vorbereitungsprogramm mit einem Dutzend Testspielen, ehe es am 15. August beim Turnier in Hildesheim in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen Zweitligist Bad Schwartau geht. In der Bundesliga startet die TSV zuhause gegen Göppingen (22. August) und muss dann zu Meister Kiel. (gsd)

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