Football: Erfolgreichster Punktesammler früh verletzt / 6:21 gegen Hannover Spartans

Helfrich-Schock lähmt Generals

Göttingen. Am Pfingstsonntag zum American Football - das ließen sich rund 500 Fans nicht nehmen. Familienfest-Stimmung im Göttinger Maschpark, doch am Ende hatten die Generals das Heimspiel gegen die Hannover Spartans mit 6:21 (6:14) verloren. Die zweite Niederlage im vierten Spiel der Footballregionalliga.

Warmen Applaus der Fans gab es hinterher trotzdem. Wie üblich wurde auch der Gegner mit viel Beifall verabschiedet. Im Fußball, wo die Stimmung in allen Ligen immer aggressiver zu werden scheint, fast undenkbar – auch dies macht Football so sympathisch.

Auf dem Feld geht’s indes hart zur Sache. Leidtragender war alsbald Göttingens Lukas Helfrich. Einer der erfolgreichsten Punktesammler schied schnell aus. „Aber ohne gegnerische Einwirkung“, meinte der Student hinterher, der sich nun das Knie untersuchen lassen will. Nicht nur durch seinen Ausfall wurde es noch schwieriger, gegen die zuvor noch sieglosen Spartans zu gewinnen.

Ein Laufspielzug brachte Hannover die 6::0-Führung per touchdown, nach dem Erhöhungs-Kick (PAT = Point After Touchdown) stand’s 0:7. Im zweiten Quarter legten die Spartans einen ähnlichen Spielzug hin, wieder liefen sie über außen zum zweiten Touchdown ein; auch der PAT wurde zwischen die Malstangen geschossen, also gut.

Aber die Generals kämpften weiter und wurden belohnt. Leif von Borstel passte hart bedrängt zu Tobias Neumann, der den Pass fing und Richtung Endzone startete. Nur noch 6:14, doch der statt des Erhöhungs-Kicks gespielte Zwei-Punkte-Versuch („Two-point-conversion“) blieb erfolglos. Kurz vor der Pause unterlief den Generals noch ein glatter Fehlpass („Interception“), doch Hannover zog keinen Nutzen daraus.

Touchdown-Lauf über 80 Meter

„Wir biegen das Spiel für Lukas Helfrich noch um“, beschwor der Stadionsprecher noch Team und Fans. Doch daraus wurde nicht mehr. Ein 80-Meter-Touchdown-Lauf der Spartans bedeutete das 6:20 plus Kick zum 21:6-Endstand.

„Dumm gelaufen“, meinte Generals-Coach Matthias Schmücker. „Wir haben die Hannoveraner, die noch kein Spiel gewonnen hatten, wohl auf die leichte Schulter genommen, sind extrem spät aufgewacht. Der Ausfall von Lukas Helfrich war ein Schock, alle mussten erst mal schlucken. Das war psychologisch ungünstig.“ Zu allem Überfluss zog sich Niklas Weitemeyer auch noch eine Rippenverletzung zu.

Bereits am kommenden Sonntag steigt das nächste Generals-Heimspiel gegen Elmshorn, das mit einem 250 000-Euro-Etat aufwartet und vier US-Boys im Team hat. (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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