Basketball-Bundesliga Männer: 78:94 gegen Gießen bedeutet fünfte Niederlage in Folge

Hessen zu stark für die BG

Dribbling: Göttingens Brion Rush (am Ball) setzt sich gegen Gießens Jahenns Manigat durch. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die BG Göttingen erlitt mit einem 78:94 (45:49) gegen die Gießen 46ers bereits die fünfte Nioederlage in Folge in der Basketball-Bundesliga und muss sich mehr und mehr Gedanken darüber machen, dass es in dieser Saison wohl hart im Kampf um den Klassenerhalt werden könnte.

Hiobsbotschaft bereits vor dem Spiel: Dominic Lockhart, einziger deutscher Nationalspieler in den Reihen der Göttinger, hatte sich nach Aussage von BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen im Training eine Gehirnerschütterung zugezogen und saß so nicht einmal auf der Bank.

Lockhart nicht dabei

Vor dem Spiel meinte BG-Trainer Johan Roijakkers noch gegenüber „Telekomsport“: „Wir müssen mehr Risiko gehen. Schwierig wird es, Bryant zu halten. Es ist einfach zu groß.“ Um Gießens Center John Bryant kümmerten sich im Wechsel Harper Kamp und Dennis Kramer, der bisher eher eine untergeordnete Rolle spielte bei seinem Coach, aber bereits im ersten Viertel neun Punkte erzielte. In die „Starting Five“ hatte Roijakkers für Lockhart den 22-jährigen Joanic Grüttner beordert.

Im ersten Viertel ging es hin und her. Dabei vernachlässigten beide Teams die Defensive, sodass es am Ende der ersten zehn Minuten 27:24 für die Hessen stand.

Im zweiten Viertel allerdings machte sich in der Tat die von Roijakkers angesprochene Größe von Bryant bemerkbar. Der Gießener war nicht zu halten, erzielte sieben Punkte in Folge, in der ersten Halbzeit insgesamt 16 Punkte und brachte sein Team zwischenzeitlich mit 46:34 in Führung. Doch die Veilchen wollten sich so nicht geschlagen geben, ihnen gelang ein 9:0-Lauf und eine Verkürzung auf 43:46. Mit 45:49 wurden die Seiten gewechselt.

Die Hoffnungen der BG-Fans auf endlich wieder einen Heimsieg in der mit 3447 Zuschauern ausverkauften S-Arena zerstoben in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, als die Mittelhessen von 49:45 auf 64:48 davonzogen, Center-Hüne Bryant weiterhin nicht zu kontrollieren war und fleißig sein Punktekonto aufstockte, bis zum Ende des dritten Viertels, das die Gäste mit 30:17 gewannen, auf 26 Punkte.

Entscheidend, dass die Gießener immer wieder erfolgreich reboundeten, die Göttinger unter beiden Körben somit hoffnungslos unterlegen waren.

Aber auch die Wurfquote bei den Göttingern reichte gegenüber den 46ers nicht, um diese ernsthaft in Gefahr zu bringen. Kontinuierlich bauten die Gießener ihren Vorsprung aus, der am Ende auf deutliche 16 Punkte angewachsen war.

Gießen mit 7er-Rotation

Gießens Trainer Jonas Freyer ließ lediglich mit einer 7er-Rotation spielen. Diese Spieler hatten es aber in sich und die Göttinger nach dem Seitenwechsel das Spielgeschehen nach Belieben immer unter Kontrolle. Zudem punkteten sechs Spieler zweifach.

Zum Schluss setzten beide Trainer noch ihre Nachwuchskräfte ein, am deutlichen Ergebnis für die Gießener änderte das aber nichts mehr. (gsd)

Von Walter Gleitze

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