Leichtathletik

Homeier springt zu Bronze, Enttäuschung für Eckhardt

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Bronze im letzten Versuch: Merle Homeier von der LG Göttingen sprang bei den Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig auf 6,34 Meter.

Alles andere als nach Wunsch verliefen die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Braunschweiger Eintracht-Stadion für die Göttinger Dreispringerin Neele Eckhardt. Sie konnte am Samstag wegen einer Verletzung nicht starten. Merle Homeier mobilisierte im letzten Weitsprung-Versuch die letzten Kräfte und sprang noch zu Bronze.

Homeier blieb aber 23 Zentimeter hinter ihren Jahresbestleistungen von den Meetings in Osterode und Essen zurück, wo sie auf 6,57 Meter sprang. Die hätten locker zum zweiten Platz gereicht. In den Wettkampf startete sie bei schwülen 36 Grad mit 6,05 Meter. Gesprungen wurde wie tags zuvor beim Dreisprung auf einem extra gebauten, erhöhten und federnden Steg, der nicht allen behagte.

Den Titel sicherte sich wie erwartet Star-Springerin und Weltmeisterin Maleika Mihambo (LG Kurpfalz) mit 6,71 Meter vor Maryse Luzolo (Königsteiner TV) mit 6,40 Meter.

Saisonaus für Eckhardt

Große Enttäuschung dagegen für Neele Eckhardt! Die deutsche Hallenmeisterin konnte den Wettbewerb amSamstag nicht aufnehmen – sie hatte sich beim Einspringen verletzt. „DNS“ tauchte in der offiziellen Starterliste auf der Homepage des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf, während der Wettbewerb schon begonnen hatte – bedeutet: Did Not Start oder auf deutsch: Nicht angetreten.

In Abwesenheit ihrer größten Konkurrentin Kristin Gierisch aus (LAC Chemnitz), die sich einer Handoperation an einem Überbein unterziehen musste und diese Saison überhaupt nicht mehr springen wird, galt die Jahresbeste von der LG Göttingen als große Favoritin auf den Titel. „Ein Zucken im Beuger“, steuerte TV-Kommentator Willi Haak eine Ferndiagnose zur Erklärung bei. Bitter für die WM- und EM-Starterin, die mit 13,73 Meter die deutsche Jahresliste anführt. Eckhardts Trainer Frank Reinhardt wurde genauer: „Ein Muskelfaserriss in der Oberschenkel-Rückseite – das war‘s! So ist Leistungssport. Neele fühlte sich beim Einspringen richtig gut. Jetzt gibt es vier bis sechs Wochen Pause, die Saison ist beendet.“ Noch im Eintracht-Stadion machten die DLV-Ärzte eine Ultraschall-Untersuchung.

So wurde die Chemnitzerin Maria Purtsa mit 13,65 Meter neue und überraschende deutsche Meisterin. Im sechsten und letzten Sprung legte sie diese Weite hin, übertrumpfte damit Jessie Maduka (ART Düsseldorf, 13,57 Meter. Die Dritte, Caroline Joyeux (Berlin), lag schon 20 Zentimeter zurück – deshalb fehlte dem Dreisprung-Wettbewerb auch die ganz große Klasse. Auf Rang sieben landete Thea Schmidt (LG Göttingen) mit 12,23 Meter. Für Friederike Altmann war der Wettbewerb nach den ersten drei Sprüngen mit nur 11,78 Meter als neunte zu Ende.

Am Sonntag ging Anne Spickhoff von der LG Göttingen über 1500 Meter nicht wie erhofft an den Start. Sie war am Samstag im Vorlauf über diese Distanz ausgeshieden.

Erfreulich aus niedersächsischer Sicht: Mit der starken Zeit von 10,09 Sekunden holte sich Deniz Almas vom VfL Wolfsburg den Titel über 100 Meter vor Julian Reus.  gsd

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