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HSG Plesse erkämpft sich Unentschieden dank deutlicher Steigerung nach der Pause

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In Rücklage: Plesses Beke Hartigs versucht, aus dem Rückraum zum Erfolg zu kommen. Lists Pia Oetjen (46) reißt die Arme hoch, Plesses Anneke Schütze (19) und Julia Herale (90) gehen in Deckung. Hartig war mit sieben Treffern erfolgreichste HSGerin.
In Rücklage: Plesses Beke Hartigs versucht, aus dem Rückraum zum Erfolg zu kommen. Lists Pia Oetjen (46) reißt die Arme hoch, Plesses Anneke Schütze (19) und Julia Herale (90) gehen in Deckung. Hartig war mit sieben Treffern erfolgreichste HSGerin. © Hubert Jelinek/gsd

Mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben sich die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg einen Punkt erkämpft. Gegen Germania List aus Hannover stand es am Ende 24:24 (11:14).

Bovenden – In der Handball-Oberliga der Frauen lief die HSG Plesse-Hardenberg im Heimspiel gegen Germania List lange einem Rückstand hinterher, erkämpfte sich mit einer Leistungssteigerung nach der Pause aber noch ein 24:24 (11:14)-Unentschieden.

Das Burgenteam benötigte eine lange Anlaufzeit für seinen ersten Treffer. Zwei Mal reagierte Lists Torfrau Nora Peter glänzend mit dem Fuß. Als sie das erste Mal den Ball aus dem Netz holen musste, waren schon sieben Minuten gespielt. Ihre Mitspielerinnen taten sich in der Angriffszone im gesamten ersten Durchgang wesentlich leichter und spielten sich bis zur 10. Minute eine 6:3-Führung heraus. Nach einer Viertelstunde bat HSG-Trainer Joshua Schlüter seine Mannschaft erstmals zum Gespräch.

Nach der Auszeit sollten Alina Führ, Yasmin Hemke und Hannah Müller für mehr Schwung sorgen. Auch die neue Formation hatte jedoch große Probleme. Die Deckung war häufig zu spät dran und offenbarte große Lücken. Germania kam wiederholt ungehindert zum Wurf. Vorn hatte Plesse große Mühe, sich in aussichtsreiche Wurfpositionen zu bringen. Immer wieder landete das Team im Zeitspiel. Drei Treffer Rückstand ließen aber für die zweite Halbzeit noch alle Optionen.

Der Auftakt nach dem Seitenwechsel war vielversprechend. Hannah Müller und Julia Herale stellten den Anschluss zum 13:14 her. Das erwies sich zunächst als Strohfeuer. Nach 40 Minuten waren die Gäste wieder auf 18:14 enteilt. Sie entwickelten mehr Ideen, kombinierten variabler. Nach zwei Gegenstößen zog Joshua Schlüter zum zweiten Mal die Grüne Karte (15:20/45.). Zwei Energieleistungen von Alina Führ ließen bei der HSG Hoffnung aufkeimen. Spätestens in der 50. Minute, als Laura Müller nach schönem Anspiel von Lara Al Najem-Herrig der erneute Anschluss gelang, war die Partie wieder völlig offen. Julia Herale läutete mit dem Tor zum 21:21 die Schlusssequenz ein.

Ein zweifelhafter Strafwurf brachte List wieder nach vorn. Plesse hielt dagegen. Hartig, Führ und Bachmann scheuten keinen Zweikampf. Hartig wird geblockt. Carina Neumann boxt den Ball im Fallen zum 24:23 für List ins HSG-Tor. Auszeit Plesse vor den letzten 30 Sekunden. Lara Al-Najem-Herrig sicherte ihrem Team wenigstens einen Zähler.

„Es war mehr drin. Aber nach dem Spielverlauf war es ein gewonnener Punkt gegen einen direkten Konkurrenten nach einer langen Durststrecke. Damit müssen wir zufrieden sein. Die Einstellung hat gestimmt. Die Mannschaft hat die eingeforderten Grundtugenden Kampf, Wille, Leidenschaft gezeigt“, bilanzierte HSG-Trainer Schlüter.

HSG Plesse-Hardenberg: Suchy, Merz - Herale 3, H. Müller 4, L. Müller 1, Popp, Führ 4, Hemke 1, Al Najem-Herrig 4, Hartig 7, Bachmann, Schütze, Pfotzer.

Von Andreas Schridde

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