Handball-Oberliga Frauen

HSG Plesse gegen MTV Geismar: Die Rollen sind klar verteilt

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Bei Plesse im Blickpunkt: Kathleen Nepolsky (re.) in einem Testspiel gegen Geismars Amray Habermann.

In der Handball-Oberliga der Frauen steigt am Samstag das erste Südniedersachsen-Derby der Saison. Ab 19.30 Uhr stehen sich in der Bovender Sporthalle die HSG Plesse-Hardenberg und der MTV Geismar gegenüber.

„Plesse geht als großer Favorit in die Partie“, stellt Lennart Versemann unmissverständlich fest. Bei seiner Einschätzung verweist Geismars Coach nach der deutlichen Niederlage der HSG in Hildesheim auf die alte Sportweisheit, nach der angeschlagene Gegner doppelt gefährlich sind. Dazu habe Plesse mit der Verpflichtung von Kathleen Nepolsky ein deutliches Zeichen gesetzt „und die hohen Ambitionen untermauert. Sie werden trotz des etwas holprigen Starts gegen uns alles in die Waagschale werfen. Es ist eben ein Derby“.

Dabei kann der MTV nicht in Bestbesetzung antreten. Die endgültige Besetzung wird erst kurz vor dem Anpfiff feststehen. Definitiv ausfallen werden Merle Ziegler und Kira Stiens. Gleiches gilt für Annelie Winkelmann, die sich in der Partie gegen Rohrsen einen Mittelhandbruch zugezogen hat. „Trotzdem sind wir heiß auf das Derby und werden das Beste aus der Situation machen“, verspricht Versemann.

Für sein Gegenüber ist es kein alltägliches Duell. „Es ist ein Spiel gegen alte Bekannte“, sagt Yunus Boyraz. Plesses Coach war viele Jahre als Coach auf nahezu allen Ebenen für den MTV tätig und ist auch noch als Schiedsrichter für den Klub unterwegs. „Es ist mein Heimat- und Stammverein. Und natürlich schlägt mein Herz auch noch für den MTV.“

Plesse geht als großer Favorit
in die Partie

Geismar-Trainer Versemann

Nach den ersten Eindrücken der neuen Runde zieht Boyraz Parallelen zwischen den Nachbarn. „Geismar hat gegen Rohrsen lange gut mitgehalten und das Spiel nach der Pause in wenigen Minuten aus der Hand gegeben, so wie wir in Hildesheim.“ Plesses Trainer sieht seine Mannschaft zwar leicht favorisiert. Dennoch gäbe es keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen. „Geismar ist zu Recht aufgestiegen. Es wird kein Selbstläufer. Wir müssen hellwach sein, kompakt stehen und wollen in die erste und zweite Welle kommen.“ Das gehe nur, wenn sein Team konzentriert verteidige.

Der HSG-Kader ist mit Ausnahme der angeschlagenen Marilena Henne komplett. zys

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