Handball Oberliga Frauen

HSG Plesse schlägt Geismar 22:20 - Nervenspiel in Bovenden

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Sechs Mal erfolgreich: Plesses Maike Rombach kommt gegen Geismars Meryem Stielow (links) und Pauline Jurkait zum Wurf aus dem Rückraum.

In einem hart umkämpften Derby der Handball-Oberliga setzten sich die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag in Bovenden hauchdünn mit 22:20 (11:12) gegen den MTV Geismar durch.

„Wir waren ebenbürtig, vielleicht sogar einen Tick besser. Den Ausschlag hat die Erfahrung und die individuelle Klasse Plesses gegeben. Aber ein dickes Lob an meine Mannschaft für die Spielweise und die Einstellung“, war Trainer Lennart Versemann mit dem Auftritt seines MTV trotz des unglücklichen Endes sehr zufrieden.

Der Aufsteiger startete mit einer 4:1-Führung. Grund genug für Plesses Coach Yunus Boyraz, bereits nach sieben Minuten die erste Auszeit zu beantragen. Das Spiel seiner Mannschaft lief aber weiter unrund, weil die Abwehr kaum Zugriff bekam. Der Gegner behauptete den Vorsprung bis zum 7:4, ehe sich bei der HSG die Einwechslung von Anna-Maria Bünker und Kathleen Nepolsky bezahlt machte. Sie sorgten für den Anschluss. Maike Rombach glich mit einem Strafwurf zum 9:9 (25.) aus. Nun hatte Lennart Versemann Redebedarf. Sein Team blieb am Drücker und ging verdient mit einer knappen Führung in die Pause.

Die Gäste starteten mit einem Doppelschlag von Leona Windhagen erfolgreich in den zweiten Durchgang. Sie verteidigten zunächst verbissen ihren Vorsprung, auch weil Keeperin Duaa Mugames weiter glänzte und den nächsten Strafwurf von Maike Rombach entschärfte. Auf der anderen Seite stand nun wieder Nadine Merz zwischen den Pfosten. Mit tollen Reaktionen ermöglichte sie dem Burgenteam den Ausgleich zum 17:17 (45.). Drei Minuten später setzte Maike Rombach den Ball zur ersten Plesse-Führung in den Winkel, die Devi Hille mit einem erfolgreichen Konter zum 19:17 (50.) ausbaute.

Geismar stemmte sich weiter aufopferungsvoll gegen die Niederlage, ließ aber eine Großchance vom Kreis liegen. Yasmin Hemke brachte Plesse mit dem 21:18 (55.) endgültig auf die Siegerstraße. Nachdem Merz einen weiteren Wurf von Beke Hartig gemeistert hatte, durften die HSG-Spielerinnen ihren Derbysieg feiern.

„Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Nach der Pause haben wir unsere Formation gefunden und hatten mehr Stabilität. Am Ende hat die Mannschaft Charakter bewiesen. Kompliment aber auch an Geismar. Sie haben bis zum Schluss gekämpft“, bilanzierte Plesses Coach Yunus Boyraz.

HSG: Merz, Röhrs - Hemke 3, Rombach 6/3, Hille 3, Schob, Bünker 3, Behrends, Schütze, Minhöfer, Al Najem 2, Herale 1, Müller, Nepolsky 4.
MTV: Mugames, Bühn - Kühn, Jurkait 1, Stielow, Windhagen 4, Popp 3/1, Hartig 6/2, Kahle 3, Knak, Schwarz 1, Schilling 2, Lübbers.   zys

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