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HSG Plesse verschenkt Sieg: Trainer ärgert sich extrem

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Zweitbester Werfer der HSG: Plesses Felix Funke (18) wird hart angegangen von Stadtoldendorfs Mats Busse, während Antonio Karacic (6) nicht eingreift.
Zweitbester Werfer der HSG: Plesses Felix Funke (18) wird hart angegangen von Stadtoldendorfs Mats Busse, während Antonio Karacic (6) nicht eingreift. © Hubert Jelinek/gsd

Dietmar Böning-Grebe hat in seiner langen Laufbahn schon viel erlebt. Dennoch hatte seine Gefühlslage nach der unnötigen 27:28 (12:11)-Heimniederlage der HSG Plesse-Hardenberg in der Handball-Oberliga am Sonntag gegen den TV Stadtoldendorf durchaus Seltenheitswert.

Bovenden – „Das war schon extrem ärgerlich! Ich habe mich in meiner Karriere selten so geärgert“, bekannte Plesses Trainer.

Die beiden verlorenen Punkte könnten sich in der Endabrechnung im Kampf um den Klassenerhalt noch bitte rächen.

Die 60 Minuten zuvor in der Bovender Sporthalle waren wie schon in der Vorwoche in Fallersleben nichts für schwache Nerven – nur mit anderen Vorzeichen. Dort hätte sich die HSG-Sieben nach einer tollen Aufholjagd fast noch einen Zähler erkämpft. Nun wähnte man sich schon fast am Ziel, stand aber am Ende wieder mit leeren Händen da.

In der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidende Vorteile herausspielen. Die Führung wechselte ständig. „Wir haben das gut gelöst. Wie erwartet war es ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Böning-Grebe. Und er hatte nach dem Seitenwechsel noch mehr Freude am Spiel seiner Truppe. In der 48. Minute traf Felix Funke zum 22:18. Da war die HSG-Welt noch in Ordnung. „Aber ich hatte da schon meine Befürchtungen, dass Stadtoldendorf jetzt seine ganze Erfahrung in die Waagschale wirft und wir das Ding noch aus der Hand geben – und so kam es dann auch“, so Plesses Trainer.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Felix Funke kurz gedeckt. „Da haben wir den Faden verloren. Fehler vorne, Fehler hinten. Dazu kamen Defizite im Rückzug, die der Gegner zu zwei schnellen Treffern nutzt. Das hat den Unterschied gemacht.“ Die Gäste witterten Morgenluft, trafen vier Mal in Folge zum 22:22 (51.). Neun Sekunden vor dem Ende besiegelte Milan Vuckovic schließlich das Schicksal der HSG.

„Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen“, haderte Böning-Grebe angesichts des ausgebliebenen Happy-Ends.

HSG Plesse: Wigger, Streich – Seibt 1, Herrig 2, Heidig 2/1, Meyners, Funke 9/4, Lange, Winkelmann 11, Menn 2, Zidar, von Consbruch.   (zys)

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