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HSG Plesse zeigt trotz Niederlage gegen Lehrte ein Spiel, das Mut macht

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Hiergeblieben! Lehrtes Yannic Foltyn (links) versucht, mit nicht gerade fairen Mitteln Plesses Luca Lange, der am Ende vier Treffer erzielt hatte, in dieser Szene am erfolgreichen Torwurf zu hindern.
Hiergeblieben! Lehrtes Yannic Foltyn (links) versucht, mit nicht gerade fairen Mitteln Plesses Luca Lange, der am Ende vier Treffer erzielt hatte, in dieser Szene am erfolgreichen Torwurf zu hindern. © Hubert Jelinek/gsd

Bei der knappen 27:30-Niederlage gegen das Spitzenteam Lehrter SV zeigt Handball-Oberligist HSG Plesse-Hardenberg ein starkes Spiel. Die zweite Halbzeit gewann der Tabellenletzten sogar mit 18:15.

Bovenden – Gut, im Heimspiel gegen den Lehrter SV kassierten die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg mit 27:30 (9:15) zwar die zehnte Niederlage im elften Saisonspiel, aber die dabei gezeigte Leistung lässt für die noch anstehenden Schlüsselspiele gegen Warberg und in Stadtoldendorf hoffen. Das allerdings nur dann – darin waren sich die HSG-Verantwortlichen einig –, wenn es der Mannschaft endlich einmal gelingt, solche Leistungen nicht nur gegen die Spitzenteams der Liga aufs Parkett zu zaubern, sondern eben auch in jenen Spielen, in denen es um „doppelte“ Punkte geht.

Nach einem mäßigen Auftakt (0:4 in der 5. Minute) fanden die Hausherren gegen den Tabellenvierten besser ins Spiel, als sie die Abwehr von 6-0 auf 5-1 umstellten. „Wir haben damit die Lehrter weiter von unserem Kreis ferngehalten und ihnen so das Tore werfen schwerer gemacht“, erklärte nach der Partie Trainer Tim Becker den Systemwechsel.

Das zweite Problem, die mangelnde Effektivität im eigenen Abschluss, gingen die Hausherren nach dem Wiederanpfiff an. Vor der Pause immer wieder am bestens aufgelegten LSV-Torhüter Kevin Preissner scheiternd – fürs erste Tor (durch Sebastian Herrig) benötigten die Burgenhandballer geschlagene neun Minuten – kamen die Hausherren wie verwandelt aus der Kabine zurück auf die Platte: In einem rasanten Sturmlauf verkürzten sie ihren 9:16-Rückstand (31.) auf 18:19 (40.). Diese Aufholjagd war möglich, weil sich die Hausherren – so wie der Gast auf seinen Schlussmann – auf ihren Keeper Lasse Wigger verlassen konnten. Mit mehr als einem Dutzend starker Paraden hielt Wigger sein Team im Spiel. Dass das am Ende dann doch abgegeben wurde, lag vor allem an der unterschiedlichen Effizienz auf den Flügeln: Während das Burgen-Team von außen (links wie rechts) in 60 Minuten nur fünf Mal traf, brachte es allein LSV-Rechtsaußen Yannic Foltyn auf elf Treffer. Und links assistierte ihm Yannik Wildt mit weiteren vier Toren.

In seiner Spielanalyse ging Becker vor allem auf die unzureichende Trefferausbeute vor der Pause ein: „Für einen Punktgewinn war die Halbzeit-Hypothek mit sechs Toren Rückstand zu hoch. Aber mit unserer bemerkenswerten Leistungssteigerung nach dem Wiederanpfiff haben wir gezeigt, dass wir auch mit den Spitzenteams der Oberliga mithalten können. Und das macht Mut.“

Beckers Lehrter Gegenüber, Lutz Ewert, zeigte sich vom HSG-Widerstand nur wenig überrascht: „Spielerisch waren wir die bessere Mannschaft, aber dass wir hier gegen eine kämpferisch starke Truppe ein hartes Stück Arbeit zu erledigen haben würden, hatten wir schon erwartet.“ Für einen Klassenerhalt muss die HSG eine solche Leistung konstant abrufen!

HSG Plesse-Hardenberg: Wigger, Günther - Meyer, Lange 4, Büttner 4/4, Schlüter 2, Funke 2, Hinz 1, Herrig 6, Nörtemann, Seibt 4, Springer 4, Weber.

Von Edzard Korte

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