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2:0 in Unterzahl gegen SVG Göttingen: Bei La/Seu ist Musike drin

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Unabsichtlich verletzt: La/Seus Innenverteidiger Mathis Gleitze (rechts) zog sich im Duell mit SVG-Torjäger Steen Zimmermann einen Rippenbruch zu.
Unabsichtlich verletzt: La/Seus Innenverteidiger Mathis Gleitze (rechts) zog sich im Duell mit SVG-Torjäger Steen Zimmermann einen Rippenbruch zu. © A.T. da Silva/gsd

Am Ende konnte Stadionsprecher Linus Tappe doch noch seinen Lieblingssong zwei Mal abspielen.

Seulingen – „Jaja ding dong“ von Molly Sandén und Will Ferrell erklang nach den Toren von Jannik Meck und „Henne“ Ziegner zum 2:0 des TSV Landolfshausen/Seulingen im Schummer-Flutlicht am Mittwochabend gegen die SVG Göttingen, mit dem die Eichsfelder einen weiteren wichtigen Baustein für den Klassenerhalt zementierten.

Und obendrein: Es war sogar ein Dreier in Unterzahl!

In der 68. Minute war – nachdem die erste Halbzeit alles andere als ansehnlich vor sich hinplätscherte – der eingewechselte SVG-Stürmer Kratzert durch und wurde von La/Seus Nico Diederich per Notbremse aufgehalten. Rote Karte für den TSVer! Daran hatte auch TSV-Coach Florian Jünemann keinen Zweifel. Und was machte sein Team daraus? Hinten reinstellen und verteidigen? Von wegen!

Sein spielender Co-Trainer Jannik Meck traf per Lupfer zum 1:0 (80.), weil SVG-Keeper Landro Tchuikwa außerhalb des Strafraums (?) den Ball nicht weit genug wegfaustete – Torwartfehler werden meistens sofort bestraft. Und Ziegner machte kurz vor Schluss nach einem Konter alles klar mit dem 2:0.

„Unser Plan ging auf“, lächelte Jünemann. „Wir wollten tief stehen und Nadelstiche setzen. In der ersten Hälfte haben wir das aber noch nicht sauber ausgespielt.“ Der Sieg sei eine „Riesen-Reaktion“ auf das 2:5 in Bad Harzburg gewesen. Der siebte Saisonsieg wurde indes teuer bezahlt: Neben Diederichs Sperre wird La/Seu auch Abwehrchef Mathis Gleitze vorerst fehlen: Rippenbruch im Duell mit Steen Zimmermann.

Die SVGer waren dagegen ziemlich bedröppelt: „Uns fehlen die Mittel“, klagte Coach Dennis Erkner. „Wir waren blauäugig, zu hektisch und ungeduldig.“ Mit einem Sieg hätte die SVG Anschluss zu Platz zwei halten können, der nun erst mal futsch ist. Was eben auch auf das Dilemma des Göttinger Fußballs hinweist: Nach oben schauen muss man derzeit nicht wirklich.

Übrigens: Nach „Jaja ding dong“ gab’s von Linus Tappe auch noch „So ein Tag ...“ und „Oh, wie ist das schön ...“ auf die Ohren. Siege werden beim TSV auch musikalisch sehr speziell gefeiert! (haz/gsd)

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