Fußball

Kunstrasenplätze in Göttingen: Drei „Teppiche“ fast fertig

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Der neue Kunstrasen-Platz im Maschpark: So sah es am vergangenen Wochenende aus. Bisher war an dieser Stelle der Ascheplatz. Hier ist die schwarze „elastische Tragschicht“ zu sehen.

Göttingen. Aus vier mach‘ sieben – das ist die aktuelle „Kunstrasenplatz-Formel“ in der Stadt Göttingen. Anfang Oktober sollen die drei derzeit im Bau befindlichen neuen Plätze im Maschpark, beim FC Grone und beim RSV 05 in Geismar fertig sein, sagt Alexander Frey, Chef der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF).

Neben diesen drei neuen Kunstrasen-„Teppichen“ gibt es bereits vier bei der SVG Göttingen, neben dem Jahnstadion, beim SCW und bei Sparta Göttingen; dazu noch vier Kleinfelder. Ein Überblick über den Stand der Dinge.

Grone

Wie bei allen drei neuen Plätzen ist die elastische Tragschicht („ET“) bereits vorhanden. In Grone ist der grüne Belag schon ausgerollt. Die Linien werden nicht etwa aufgesprüht, sondern farbig als Bänder-Ware eingelegt. Dazu wird das Grün zum Beispiel an den Seitenlinien wieder aufgeschnitten. Aufsprühen würde zu kurz halten, sagt Frey. „In Grone gehen die Arbeiten dem Ende entgegen.“ Zudem wurde das Flutlicht „ertüchtigt“. Der FC steuert einen eigenen Anteil von 50 000 Euro bei, erhält weiter für die Nutzung eine „Entgeltbefreiung“ und ein „bevorzugtes Belegungsrecht“.

Maschpark

Auch hier liegt die „ET“. Es gab aber Probleme, weil der Boden wellig war. Frey: „Es hat Nachbesserungen gegeben.“ Die Tragschicht müsse plus/minus einen Zentimeter gerade liegen. Die Pflasterarbeiten sind im Gange, zudem gibt es eine neue Flutlichtanlage. Göttingen 05 zahlt 30 000 Euro zu, hat dafür aber (noch) kein bevorzugtes Nutzungsrecht. Mithilfe einer „Crowd-funding“-Aktion unter seinen Zuschauern/Anhängern/Fans und Firmen will 05 seinen Eigenanteil auf den Weg bringen und sich das bevorzugte Belegungsrecht sichern. „10 582 Euro sind bereits zusammengekommen, unser Ziel sind bis zum 15. September 15 000 Euro“, sagt 05-Beiratsmitglied Domenic Steneberg.

Geismar

Die letzte Station der Kunstrasenplatz-Baukolonne. Es ist der kleinste der drei neuen Plätze, deshalb kostet er auch am wenigsten der insgesamt 2,1 Millionen Euro Baukosten, die aus dem städtischen Haushalt kommen. Auch hier liegt die „ET“-Decke. Hier muss abgewartet werden, wie es mit dem Wetter aussieht: Bei Regen können die Kunstrasenbahnen nicht verklebt werden. Das Flutlicht wird wie in Grone „ertüchtigt“, damit es am Rande eines Wohngebiets keinen „Licht-Smog“ gibt, die Belästigung für Anwohner und auch Tiere reduziert wird. Der RSV 05 steuert 50 000 Euro bei, erhält wie der FC Grone Entgeltbefreiung für die Nutzung und vorrangiges Belegungsrecht.

„Zur Herbstsaison sollen alle drei Plätze fertig sein“, sagt Frey. Dann gibt es in Göttingen keine Hart- beziehungsweise Ascheplätze mehr – und bei den Fußballern keine aufgeschrammten Knie. Verbaut wird auf allen Anlagen bestes Material mit einem hohen Flor, der allerdings auch einen hohen Pflegeaufwand bedeute, sagt der GöSF-Chef. Die Gesundheit der Sportler stehe im Vordergrund. Frey: „Wir wollen dem Fußball die Bedingungen geben, sich zu entwickeln.“

Das ist aber wohl angesichts der 6. Liga (Landesliga), in der 05, der SCW, die SVG und Hainberg als höchste Stadt-Vertreter spielen, eine andere Geschichte… (gsd)

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