18 Jahre alter Handballer aus Geismar absolviert Freiwilligendienst in Südafrika

Leon geht freiwillig weltwärts

Der MTV Geismar muss mindestens ein Jahr auf seine Dienste verzichten: Leon Schweer (am Ball) absolviert seinen Freiwilligendienst in Südafrika.

Waake. „Sport has the power to change the world!“ Dieses Zitat des südafrikanischen Freiheitskämpfers Nelson Mandela beschreibt treffend die Motivation von Leon Schweer, ab August einen zwölfmonatigen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst an der J.S. Primary School Coffee Bay in Südafrika abzuleisten.

„Sport nimmt einen großen Teil meines Lebens ein. Er hat etwas sehr Verbindendes, Mitreißendes und bringt Menschen dazu, miteinander in Kontakt zu treten und Spaß zu haben“, erklärt der 18-jährige Nachwuchshandballer des MTV Geismar seine Motivation für die Teilnahme am „weltwärts“-Programm. „Es bietet mir die Möglichkeit, meine Leidenschaft für den Sport zu integrieren.“

Volkerverständigung

„Weltwärts“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Im Mittelpunkt steht Völkerverständigung und der friedenstiftende „Eine-Welt-Gedanke“. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch öffentliche Mittel. Das letzte Viertel muss über Spenden, Sponsoren und Entsendeorganisationen erbracht werden. Diese koordinierende Rolle nimmt bei Leon Schweer der ASC Göttingen ein.

Der frischgebackene Abiturient ist seit zehn Jahren leidenschaftlich mit dem kleineren runden Leder für den MTV Geismar aktiv. Er darf sich Regionsmeister nennen und schaffte den Sprung in den Auswahlkader des HVN. Ganz nebenbei leitet er bereits zwei Sportgruppen, in denen er Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren nicht nur sportlich ausbildet, sondern auch Werte wie Fairness und Teamfähigkeit vermittelt. Doch schon jetzt ist die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt riesig.

„Ein Auslandsaufenthalt ist spannend. Ich möchte neue Menschen und eine andere Kultur kennenlernen und meine Sprachkenntnisse erweitern. Und Südafrika ist ein Land mit großen Unterschieden. Das macht für mich einen besonderen Reiz aus.“

Das Projekt an der Wild Coast im Osten Südafrikas umfasst drei Grundschulen von Coffee Bay mit rund 1500 Schülern. Schweer wird an der Planung des Sportunterrichtes mitwirken und die Stunden gemeinsam mit Lehrern gestalten. Dazu sollen die Freiwilligen selbständig Projekte ins Leben rufen und leiten. Geplant ist bereits, ein Handballprojekt anzubieten und Schwimmunterricht zu geben.

Externe Unterstützung

„Ich möchte den Kindern Spaß vermitteln, ihnen durch den Sport persönliche Erfolge ermöglichen und sie dabei unterstützen, sich für die Zukunft Ziele zu setzen und Träume zu verwirklichen.“

Um seine Vorstellungen für die kommenden zwölf Monate umzusetzen, ist Leon Schweer auch auf Unterstützung von dritter Seite angewiesen. „Jede Spende hilft, um das Projekt zu verbessern. Das Geld wird direkt vor Ort investiert. Es kann unmittelbar bei den Kindern und Jugendlichen wirken.“

Von Andreas Schridde

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