Leichtathletik

LG-Weitspringerin Merle Homeier: „Mein bisher bester Wettkampf“

Rekordsprung: Merle Homeier landete bei diesem Sprung auf 6,59 m und überbot damit die bisherige niedersächsische Rekordweite im Weitsprung um einen Zentimeter.
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Rekordsprung: Merle Homeier landete bei diesem Sprung auf 6,59 m und überbot damit die bisherige niedersächsische Rekordweite im Weitsprung um einen Zentimeter.

Sie ist der neue niedersächsische Stern am Weitsprung-Himmel. Die erst 21-jährige Merle Homeier hat bei den niedersächsischen Leichtathletikmeisterschaften mit 6,59 Meter neuen Landesrekord gesprungen.

Göttingen - Sie verbesserte die Weite von Silke Harms vom TSV Stelle, die am 3. August 1985 in Stuttgart 6,58 m gesprungen war, am vergangenen Samstag um einen Zentimeter. Wir sprachen mit der neuen niedersächsischen Rekordhalterin.

Hat das herrliche Wetter auch dazu beigetragen, dass Sie diese Rekordweite erzielt haben?

Ja, das Wetter war einfach megagut und es war auf jeden Fall ein wichtiger Faktor. Ich liebe dieses warme Wetter. Bei den vorigen Wettkämpfen in diesem Monat hatte ich häufig Regen, Wind und keine angenehmen Temperaturen, die nicht so förderlich waren.

Als Sie am Samstagmorgen aufgewacht sind – hatten Sie da schon das Gefühl, dass heute etwas Besonderes gehen kann?

Nein, dieses Gefühl hatte ich eigentlich nicht. Wir hatten im Juni die Wettkämpfe wie zum Beispiel in Essen aus dem Training heraus gemacht. Nun haben wir aber vor diesen Meisterschaften die ganze Woche über trainiert. Deswegen habe ich mich die ganze Woche schon ein wenig müde gefühlt. Ich habe heute einfach mal den Kopf hochgenommen -– hat ja, wie man gesehen hat, geholfen.

Sie wollten noch einmal die Norm von 6,40 m für die europäischen Leichtathletikmeisterschaften der U 23 in der estnischen Hauptstadt Tallinn vom 8. bis 11. Juli bestätigen, was Ihnen prima gelungen ist.

Genau. Die 6,40 m bin ich in Polen in der Halle gesprungen, und war mir nicht sicher, ob eine in der Halle gesprungene Weite überhaupt zählt.

Für Tallinn sicherlich die nötige Motivation ...

Auf jeden Fall. Ich war bisher draußen 6,36 m gesprungen. Umso froher bin ich jetzt, mit dieser Weite von 6,59 m nach Tallinn zu fahren.

Wie fühlt man sich mit dem Bewusstsein, dass Sie den bisherigen niedersächsischen Landerekord von 6,58 m um einen Zenitmeter gebrochen haben?

Darüber habe ich mir jetzt noch gar keine Gedanken gemacht, hatte dazu auch noch keine Zeit. Aber ja, es ist ein gutes Gefühl, je länger mir das bewusst wird.

Welchen Ausschlag hat denn die Weitsprunganlage hier im Göttingen Jahnstadion gegeben. Man hört ja viel Gutes über diese Anlage.

Frank (Trainer Reinhardt, die Red.) sagt immer, dass wir alle hier im Jahnstadion springen müssen, es sei eine megagute Sprunganlage. Ich bin hier mal richtig gut, aber auch schon mal richtig schlecht gesprungen, bin nicht mit allzu großen Erwartungen zu diesen Meisterschaften hierhergekommen. Wenn aber der Trainer sagt, dass es eine gute Anlage ist, dann ist das eben so. Ich wollte nur Spaß haben, die Norm noch einmal bestätigen.

Schon mit dem ersten Sprung auf 6,45 m haben Sie dann die Norm von Tallinn bestätigt. Im zweiten Versuch kam der Rekordsprung von 6,59 m und zum Schluss sprangen Sie noch einmal hervorragende 6,57 m. Ihr bisher bester Wettkampf?

Definitiv war das der beste Wettkampf, den ich je gesprungen bin.  (Walter Gleitze/gsd)

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