Fußball-Landesliga: Zwischenbilanz beim Tabellenletzten

Liga-Torschützenkönig kommt vom Schlusslicht TSV Landolfshausen/Seulingen

Bitterer Saisonauftakt: Im ersten Heimspiel verlor Steven Celik (am Ball) mit Landolfshausen/Seulingen 1:2 gegen das 05-Team mit Johannes Markwort (16).
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Bitterer Saisonauftakt: Im ersten Heimspiel verlor Steven Celik (am Ball) mit Landolfshausen/Seulingen 1:2 gegen das 05-Team mit Johannes Markwort (16).

1:2 gegen Göttingen 05, 1:2 beim SC Gitter, 1:2 gegen Bad Harzburg, 3:4 gegen den SC Hainberg – mit vier Niederlagen (davon drei zuhause), wie sie knapper nicht ausfallen können, steht der „Doppel-Klub“ TSV Landolfshausen/Seulingen am Ende der Tabelle in der Fußball-Landesliga Süd.

Landolfshausen/Seulingen – Bitter genug! Noch bitterer: In allen vier Spielen kassierte der TSV in der Anfangsphase das erste Gegentor:

.  0:1 gegen 05 in der 1. Minute durch Turgay

.  0:1 in Gitter durch Errico in der 16. Minute

.  0:1 gegen Harzburg durch Schaare in der 4. Minute

.  0:1 gegen Hainberg durch Lukas in der 10. Minute.

Das geht ja auf keine Kuhhaut beim „Dorfklub“, bei dem bei den Spielen nebenan auf der Weide die Kühe grasen! „Motivation und Engagement sind da“, lobt Trainer Florian Jünemann sein Team in seinem ersten TSV-Trainersaison. „Aber wir nehmen uns wohl zuviel vor, bauen selbst zuviel Druck auf. Manchmal haben wir uns selbst im Weg gestanden, da müssen wir selbstkritisch sein.“

Kurioser Nebenaspekt: Von den sechs Treffern von „La/Seu“ hat Marius Münter allein fünf geschossen und steht damit sogar an der Spitze der Torschützenliste in der Landesliga. Das sechste Tor steuerte Marian Becker bei.

Zugutezuhalten ist den TSVern sicher einiges an Verletzungs- und Ausfall-Pech. Vor dem ersten Spiel verließ Lukas Kusch aus persönlichen Gründen den Klub. In der Offensive folgten nach und nach Ausfälle vom langen Patrick Kraus, Jannik Meck und Steven Celik.

„Da Konstanz aufzubauen, ist natürlich schwierig“, blickt Coach Jünemann zurück. Und auch in der Defensive blieben häufige Umstellungen nicht aus. Jonas Nolte und Tomislav Relota, dessen Schulterprobleme noch andauern, trugen nicht gerade zur Stabilität bei – ebenso wenig der Bänderriss im Sprunggelenk von Moritz Jünemann, dem Cousin des Trainers.

„Wir müssen jetzt die Wunden lecken“, sagt der TSV-Coach, dessen Spieler sich derzeit mit Läufen und „Distanztraining“ fit zu halten versuchen. Wenn es irgendwann weitergeht, will man nicht bei Null anfangen.

So leicht kriegt man uns nicht aus der Liga

TSV-Trainer Florian Jünemann

„Was uns schmerzt, ist in Summe das viele Rotieren, Aber so leicht kriegt man uns nicht aus der Liga“, fährt der Jünemann fort. „Wir alle haben jedenfalls Bock auf den Rest der Saison.“ Wann diese weitergeht, bleibt abzuwarten. Vorerst bereitet sich der TSV auf seine Weihnachtsfeier vor – in virtueller Form. Jünemann vermutet: „Das gibt wahrscheinlich einen Konsolen-Abend.“  (Von Helmut Anschütz)

Marius Münter schoss fünf der sechs TSV-Tore

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