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Lokhallen-Turnier 2023: Besser konnte der Re-Start kaum sein

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Von: Helmut Anschütz, Andreas Arens

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Tolles Panorama und einzigartige Atmosphäre: Nach drei Jahren Pause zog der Rewe Juniorcup Tausende Zuschauer in die Lokhalle. Und die kamen auf ihre Kosten – auch aus lokalpatriotischer Sicht.
Tolles Panorama und einzigartige Atmosphäre: Nach drei Jahren Pause zog der Rewe Juniorcup Tausende Zuschauer in die Lokhalle. Und die kamen auf ihre Kosten – auch aus lokalpatriotischer Sicht. © Hubert Jelinek/gsd

Ein prominenter Name, ein Turnier-Novum, spektakuläre Momente vor allem der regionalen Teams und andere Auffälligkeiten.

Göttingen – Wir haben einige Fakten rund um den Rewe Juniorcup 2023 zusammengetragen, die in Erinnerung bleiben. Das U 19-Hallenfußballturnier in der Lokhalle in Zahlen:

2 Die Nummer 2 in der Aufstellung von Hannover 96 ging fast unter. Aber eben nur fast. Denn: Matthew Collins – bei diesem Namen klingelt doch etwas. Sein Vater ist einer der berühmtesten Musiker der Welt, Phil Collins (71, „In the air tonight“). Dessen Konzerte in Hannover sah 96-Profiboss Martin Kind fast alle. So kam ein Austausch zustande. Collins Junior will Profifußballer werden. Kind sagte, die Nachwuchsabteilung solle unabhängig vom Namen entscheiden, ob Matthew genommen werden soll: „Sohn sein allein reicht nicht.“

3 weibliche Namen standen 2023 erstmals in der Turniergeschichte in den Kaderlisten der regionalen Teams: Svea Rittmeier vom JFV Eichsfeld, Lena Freiberg von der JSG HöhBernSee und Ida Svensson von der JSG Nörten sorgten für eine Neuerung beim Turnier. Erstmals waren Fußballerinnen dabei und setzten damit um, was der Niedersächsische Fußball-Verband vor Kurzem bekannt gegeben hatte.

Freiberg ist sonst, wie sie im Interview nach dem Spiel gegen Manchester United sagte, Feldspielerin, half aber beim Cup auch im Tor aus. „Manchester hat uns total unter Druck gesetzt. Unser Ziel war die Zwischenrunde, das war die Hauptsache. Es war eine tolle Fan-Kulisse.“

05 Göttingen 05 sorgte mit spektakulärem Fußball für Aufsehen und verpasste das Halbfinale nur um Haaresbreite. Insgesamt ein fantastisches Turnier der 05er. Trainer Nils Leunig meinte: „Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir unser Potenzial abgerufen und sehr gute Spiele gezeigt. Alkmaar hatten wir am Rande der Niederlage, was zeigt, dass bei uns Qualität vorhanden ist. Trotz der Verletzung von Andi Morina hat es viel Spaß gemacht.“ Beim 05-Torjäger klärt sich am Donnerstag, ob er operiert werden muss, nachdem er sich die Schulter ausgekugelt hatte.

5,8 Tore pro Spiel erzielten die U 19-Akteure an allen vier Tagen durchschnittlich. Entsprechend tollen Offensiv-Fußball bekamen die Zuschauer geboten. Dennoch machten die Torhüter auf sich aufmerksam. Ob Lennart Hoffmann vom FC Gleichen (unter anderem wegen seiner Frisur) oder die vielen mitspielenden Torhüter, die das Spiel ihrer Teams prägten. So wie Kenan Jusic von Turniersieger Austria Wien – der beste Keeper des Turniers am Ball UND im Kasten.

37 Wie Göttingen 05 präsentierte auch der JFV 37 Göttingen die Region sportlich bestens. Mit Platz drei in der Vorrunde und dem Erreichen der Zwischenrunde ließ die neue Spielgemeinschaft aufhorchen. Als „Lohn“ gab es die Fair-Play-Trophäe vom Veranstalter.

11 000 Zuschauer – in etwa – kamen an allen Tagen zusammen zum Budenzauber in der Lokhalle. „Vier Mal ausverkauft“, sagte Mit-Organisator Holger Jortzik mit einem Grinsen. „Wir sind zufrieden.“ Der größte Jubel in der Halle brandete auf, als Göttingen 05 im Viertelfinale den AZ Alkmaar mit zwei Treffern innerhalb von wenigen Sekunden in die Verlängerung zwang. Gänsehaut-Atmosphäre am Sonntag-Nachmittag in der Lokhalle! (Andreas Arens und Helmut Anschütz/gsd)

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