Leichtathletik

Neele Eckhardt: EM-Bronze zu Trainers Geburtstag

Mit strahlendem Lächeln: Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen holte in der Arena Torun in Polen Platz drei im Dreisprung mit 14,52 Meter.
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Mit strahlendem Lächeln: Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen holte in der Arena Torun in Polen Platz drei im Dreisprung mit 14,52 Meter.

Was für ein Sprung, was für ein Erfolg! Neele Eckhardt-Noack (28) von der LG Göttingen hat sich bei der Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaft in Göttingens polnischer Partnerstadt Torun die Bronze-Medaille gesichert (HNA berichtete).

Göttingen – Mit 14,52 Meter gelang der Athletin von der LG Göttingen ein Wahnsinns-Sprung in die absolute Weltspitze!

Und das auch noch am Geburtstag ihres Trainers Frank Reinhardt, der am Sonntag 64 Jahre alt wurde, beim Wettkampf in Torun aber nicht live vor Ort war. Dort wurde Eckhardt von Dreisprung-Bundestrainer Charles Friedek betreut.

„Es hätte für mich nicht besser laufen können“, meinte Eckhardt am Montagmittag auf der Heimreise beim Zwischenstopp in Berlin. „Ich habe mich schon vorm Wettkampf gut gefühlt, die harte Anlaufbahn gut genutzt.“

Für Anett Stein (Chef-Bundestrainerin) war Neele Eckhardts überraschende Medaille sogar der Höhepunkt der EM, berichtet Reinhardt. Sicher kaum zu hoch gegriffen, denn die inzwischen in Hannover lebende Dreispringerin überbot mit ihren 14,52 Meter die Olympia-Norm um satte 20 Zentimeter.

Gleichzeitig verbesserte sie ihre bisherige absolute Bestweite von 14,35 Meter um 17 Zentimeter, die sie bei den Niedersachsen-Meisterschaften vor zwei Jahren im Göttinger Jahnstadion aufgestellt hatte. Und ihre persönliche Hallen-Bestleistung bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund (14,17 Meter) vor zwei Jahren pulverisierte sie ebenfalls. Mit Kristin Gierisch (jetzt Leverkusen, zuvor Chemnitz), Eckhardts schärfster Konkurrentin, die auf einen Start Torun verzichtete, ist nur eine deutsche Dreispringerin jemals weiter gesprungen (14,59 m).

„Eine Weltklasse-Leistung, sensationell“, fand Frank Reinhardt nur Superlative für die Leistung seiner Athletin. Eckhardt-Noack legte zunächst 14,08 m vor, steigerte sich im zweiten Versuch auf 14,18 m und haute im dritten dann die Hammerweite von 14,52 m raus. Die gleiche übrigens, die auch Ana Peleteira (Spanien) sprang, die aber den besseren zweiten Sprung (14,34m) hatte und deshalb Silber gewann. Schade für Eckhardt-Noack: Die neue Europameisterin Patricia Mamona (Portugal) sprang nur einen einzigen Zentimeter (14,53 m) weiter zum Gold.

„Dieser Erfolg wirft meine ganze Planung über den Haufen“, meinte Reinhardt süffisant. Eigentlich wollte er mit Eckhardt-Noack nun zu guten Wettkämpfen tingeln, damit sie die Olympia-Norm schafft. Das ist nun hinfällig.

„Ich muss das erstmal alles realisieren und sacken lassen“, sagt Neele Eckhardt. Ein paar Tage Ausspannen bei ihrer Mutter in der Nähe von Bruchhausen-Vilsen.

Eine gute Leistung gelang auch der LGerin Merle Homeier im Weitsprung. Mit guten 6,50 m schied sie aber im Vorkampf aus. Reinhardt: „Sie hat bei einem Sprung noch etwa 13 cm liegen lassen. Im Sommer wird sie uns noch viel Freude bereiten.“  (Helmut Anschütz

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