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Niedersächsische Meisterschaften: Homeier und Wittmann als Aushängeschilder

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Von: Helmut Anschütz

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Ihr bisher größter Erfolg: Merle Homeier (li.) nach dem Silber bei der U23-EM in Tallinn im Juli 2021.
Ihr bisher größter Erfolg: Merle Homeier (li.) nach dem Silber bei der U23-EM in Tallinn im Juli 2021. © privat/nh

Im Rahmen der vereinbarten Drei-Jahres-Serie werden am Wochenende erneut die niedersächsischen Leichtathletik-Meisterschaften im Göttinger Jahnstadion ausgetragen.

Göttingen – Mehrere hundert Athletinnen und Athleten in der Erwachsenen- und U 18-Altersklasse sowie 20 Starter und Starterinnen aus dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen kämpfen um Gold, Silber und Bronze und die weiteren Platzierungen.

Die Aushängeschilder der zweitägigen Veranstaltung sind zwei Athletinnen, die für die LG Göttingen starten: Merle Homeier im Weitsprung und Kira Wittmann im Dreisprung. Beide waren zuletzt in ihren Disziplinen sehr erfolgreich. Bedauerlich indes, dass mit Neele Eckhardt-Noack ausgerechnet die prominenteste Athletin fehlen wird. Europas beste Dreispringerin dieser Freiluft-Saison (14,48 Meter in Madrid gesprungen) verzichtet auf einen Start in ihrer früheren sportlichen Heimat Göttingen, weil sie bereits am frühen Montagmorgen zusammen mit Trainer Frank Reinhardt in ein Vorbereitungs-Camp des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nach Santa Barbara (bei Los Angeles) zur am 15. Juli beginnenden WM in Eugene (USA) fliegt. So dürfte Kira Wittmann am Samstagnachmittag (ab 15.20 Uhr) der niedersächsische Titel im Dreisprung wohl kaum zu nehmen sein. Ihre Bestmarke liegt bei 13,70 Metern. Und auch Merle Homeier (Bestweite 6,69 Meter) hat am Sonntagmittag ab 12.15 Uhr beste Chancen auf den Weitsprung-Titel.

Ansonsten ist das Feld der Top-Athletinnen und Athleten im Erwachsenen-Bereich eher überschaubar. „Von den niedersächsischen Top-Athleten fehlt die Hälfte“, meinen Leichtathleik-Experten. Imke Onnen (Hannover) versucht im Hochsprung, ihren verletzungs- und Corona-bedingt dünnen Auftritt bei den deutschen Meisterschaften in Berlin (nur 1,80 m) vergessen zu machen. Die Cloppenburgerin Talea Prepens (DM-Dritte in Berlin über 200 m) zählt zu den Favoritinnen über 100 m. Nach längerer Pause will Annika Roloff (Holzminden), Olympia-Starterin in Rio, im Stabhochsprung die vier Meter bewältigen.

Und wer ist aus Göttingen und Umgebung dabei? Luis Oberbeck startet über 800 m, will nach neun Monaten Pause seine Hüft-Operation vergessen lassen. Über 400 m Hürden ist Benedict Busch als derzeit schnellster Niedersachse gemeldet. Über 200 m hat Beatrix Groß gute Finalchancen. Die in Holland lebende Lea Jurdzinski (200 m, 400 m) reist extra aus dem Nachbarland an. LG-Athlet Kevin Gellert startet im Speerwerfen, Diskuswerfen und Kugelstoßen, Finn Laurence Flügel über 100 m und 200 m. In der U 18-Altersklasse greift auch die aus Sebexen stammende Emmy Steinbrecher, die für den Klub Rukeli Trollmann in Hannover startet, im Weitsprung, 100 m Hürden und 200 m ins Geschehen ein.  (haz/gsd-nh)

Volle Aufmerksamkeit: Kira Wittmann und Trainer Frank Reinhardt begutachten einen Sprung beim Meeting Anfang Juni in Osterode.
Volle Aufmerksamkeit: Kira Wittmann und Trainer Frank Reinhardt begutachten einen Sprung beim Meeting Anfang Juni in Osterode. © Hubert Jelinek/gsd

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