Handball-Oberliga Männer: HG Rosdorf gewinnt nach hartem Kampf gegen Schlusslicht

Es ist noch mal gutgegangen

Gebremst: Rosdorfs Hubertus Brandes (links) versucht, sich gegen Himmelsthürs Christopher Kollmann durchzusetzen. Foto:  Jelinek/gsd

Göttingen. Nein, das hatte sich der Tabellendritte der Handball-Oberliga, die HG Rosdorf-Grone, auch viel einfacher vorgestellt gegen das noch immer sieglose Schlusslicht TuS Grünweiß Himmelsthür! Gleichwohl stand am Ende ein schwer erkämpfter 23:19-Erfolg der Gastgeber, die noch zur Pause mit 10:13 hinten lagen.

Das lag vornehmlich am Gästespieler Marlon Janik, den die Rosdorfer Defensive einfach nicht in den Griff bekam und der allein elf der 13 Tore in der ersten Halbzeit meist nach Tempogegenstößen für den TuS erzielte, davon allerdings drei Strafwürfe.

Rot für Döscher

Schnell lagen die Gastgeber nach einer 1:0-Führung mit 1:4 hinten, glichen nach zwölf Minuten aber zum 4:4 aus, bekamen aber in der Folgezeit keine Ruhe in ihre Aktionen. Himmelsthür zog erneut auf 8:5 davon. Dann allerdings ein Aufreger, als HG-Torwart Onno Döscher die Rote Karte sah. Diese Disqualifikation in der 25. Minute resultierte aus einer Aktion, als Döscher seinen Torraum verließ, den Ball abfing, dabei aber mit Janik in Körperkontakt geriet, was eben die Rote Karte zwangsläufig nach sich ziehen musste. Döschers Kollege Julian Krüger hielt in der Folgezeit mit tollen Paraden sein Team im Spiel, konnte aber auch nicht die 13:10-Halbzeitführung der Gäste verhindern.

Personell viel ausprobiert

„Ich habe in der ersten Halbzeit personell viel ausprobiert. Eine Niederlage hätte ich also auf meine Kappe nehmen müssen, aber ich wollte auch denjenigen Spielpraxis geben, die sonst nicht so viel Einsatzzeiten haben“, meinte HG-Trainer Gernot Weiss, der erst nach der Pause Rechtsaußen Mathis Ruck brachte, der zur Erleichterung auch der 180 Zuschauer in der 46. Minute für den 17:17-Ausgleich sorgte und kurz danach für die erst zweite Führung nach dem 1:0 sorgte.

In der Folgezeit schwächten sich die Gäste, bei denen auch sichtbar die Kräfte nachließen, durch mehrere Zeitstrafen. Zudem übersahen sie jetzt häufig ihren Linksaußen Janik, der so nur noch zwei Treffer in den zweiten 30 Minuten erzielte, aber dennoch mit 13 Toren bester Werfer war.

„Wir haben dieses Spiel eindeutig über unsere Abwehr gewonnen. Die hat einfach optimal gespielt“, analysierte Weiss, der besonders seinen Spielmacher Hubertus Brandes lobte. „Hubertus war heute derjenige, der mit seiner Energie und seiner Power uns den Sieg gerettet hat“, so Weiss weiter.

HG: Krüger, Döscher – Kupzog 6, Krebs 2/1, Brandes 3, Bohnhoff, Ruck 6/5, Müller 2, Heske, Bruns, Osei-Bonsu 1, Herthum 2, Quanz, Fritsch 1. (wg/gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.