Handball-Oberliga: Rosdorf gut im Rennen

Noch keine Pläne für die 3. Liga

Dritter in der Oberliga: Rosdorfs Trainer Gernot Weiss. Foto: zje-gsd/nh

Göttingen. Dass es so gut läuft, hatte wohl keiner erwartet! Doch nach 18 Spieltagen haben sich die Oberliga-Handballer der HG Rosdorf-Grone mit dem dritten Tabellenplatz (bei noch einem Nachholspiel in Hameln) als Dritter gut in Position gebracht. Das Rennen um den Titel dürfte zwischen Rosdorf (26:8 Punkte), dem Zweiten MTV Vorsfelde (28:8) und Tabellenführer HSG Nienburg 29:7) ausgemacht werden. Schaumburg hat als Vierter schon fünf Zähler Rückstand. Doch wie sieht es mit den Rosdorfer Planungen aus?

„Für den Aufstieg in die 3. Liga haben wir noch keine Planungen“, sagt Rainer Mündemann, Team-Manager der HG, obwohl auch er einen sportlichen Aufstieg für möglich hält. Er bleibt aber vorsichtig: „Ich sehe unsere Mannschaft noch nicht so weit. Wir wollen den März erstmal abwarten mit den Spielen gegen Wittingen, Alfeld und Duderstadt. Dann können wir da schon mal konkreter schauen.“

Bisher sehr zufrieden

Mündemann, der nicht im Rosdorfer Vorstand ist, hält das HG-Team „für noch entwicklungsfähig. Ich halte Nienburg und Vorsfelde für noch weiter als wir.“ Gleichwohl bestätigt auch er, dass es bislang „richtig gut gelaufen“ sei. Was natürlich auch an Trainer Gernot Weiss liegt, der vor der Saison als Nachfolger für Mirko Jaissle kam. Weiss macht den Eindruck eines „Handball-Besessenen“, der auch bei klaren Siegen immer noch ein Haar in der Suppe findet, selten einmal zu 100 Prozent mit seinen Spielern zufrieden ist und sehr hohe Ansprüche selbst in dieser 4. Liga stellt. Wie geht es mit ihm weiter?

„Es sieht gut aus mit dem Trainer“, deutet Mündemann an, dass man sich wohl mit dem aus Rumänien stammenden Coach auf eine Vertragsverlängerung einigen wird. „Es gibt gute Argumente für ein Verbleiben.“ Ende Februar wollen sich die Rosdorfer dazu konkret äußern – und bereits auch zu Vertragsverlängerungen mit ihren Spielern.

Gespräche mit Vorstand

Erst aber müssen diese Interna auch noch mit dem Vorstand der HG, einem Fünfer-Gremium mit Jürgen Weißke an der Spitze, besprochen werden, sagt Mündemann. Ob die Rosdorfer bei einem sportlichen Aufstieg die 3. Liga auch wahrnehmen würden, bleibt eine spannende Frage. Wie schwer dieses Unternehmen ist, haben sie am Beispiel von Nachbar Northeimer HC, der als lange absolut dominierendes Oberliga-Team gegen den Abstieg kämpft, vor Augen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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