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SSV Nörten lässt den Sieg bei der SVG Göttingen liegen

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Von: Helmut Anschütz

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Vertauschte Rollen: Der SVGer Luis Riedel ist obenauf und überspringt fair Nörtens gestrauchelten Kopfball-Torschützen Julian Keseling.
Vertauschte Rollen: Der SVGer Luis Riedel ist obenauf und überspringt fair Nörtens gestrauchelten Kopfball-Torschützen Julian Keseling. © Hubert Jelinek/gsd

Schiedlich-friedlich 1:1 (0:1) trennten sich die SVG Göttingen und der SSV Nörten im Fußball-Landesliga-Derby am Sandweg.

Göttingen – Eine Stunde waren die Gäste die eindeutig tonangebende Mannschaft, ehe die Göttinger langsam aufkamen und in der Schlussphase noch mehr die Chance auf einen Dreier hatte als die konditionell abbauenden Nörtener, die sich den Vorwurf gefallen lassen mussten, den Sieg nicht schon der ersten Halbzeit klar gemacht zu haben.

„Wir haben die schlechteste erste Halbzeit der Saison gespielt“, zeigte sich SVG-Coach Dennis Erkner kritisch. „Wir hatten Angst, Fehler zu machen. Nach der Halbzeit sind wir dann mutiger gewesen.“

In der Tat präsentierte sich die SVG in der ersten Hälfte erschreckend schwach. Keine Ideen, schlechtes Passspiel, kaum ein konstruktives Aufbauspiel – es haperte eigentlich an allem, denn SSV-Keeper Dennis Koch musste bis zur Pause auch nicht eingreifen, weil die Göttinger keine Torchance besaßen.

Anders dagegen die am Samstag erstmals besiegten Nörtener: Jannik Psotta, kurzfristig in der Aufstellung für Melvin Zimmermann getauscht, hatte die ersten Möglichkeit, ehe „Pippo“ Bruns zwei Riesen-Chancen hatte: Zuerst scheiterte er an SVG-Schlussmann Omar Younes (10.), dann jagte er den Ball freistehend über die Latte (16.). Vorlagengeber Bent Friebe hatte kurz danach selbst kein Glück – sein 18-Meter-Schuss strich rechts vorbei. Der SSV agierte konstruktiver und geradliniger als die Erkner-Elf, die nichts geregelt bekam.

Die Strafe folgte auf dem Fuß: Nach Ecke von Psotta köpfte Julian Keseling die Kugel aus Nahdistanz ein – zur Feier zog er sich das Trikot über den Kopf. Noch vor der Pause scheiterte Psotta mit einem ordentlichen „Pfund“ an Younes.

Nach Wiederbeginn vergaben auch noch Keseling (55.) und Hillemann (59.) für die SSVer. Bis dahin spielte eigentlich nur Nörten. Erst nachdem Erkner mehrfach gewechselt hatte, kam die SVG auf, schnürte den SSV immer mehr ein, der nur zu wenigen Entlastungsangriffen kam, weil er auch physisch abbaute. Nachdem Zeibig nach einem Kopfball des eingewechselten Doll kurz vor der Torlinie rettete, passte Nörten im Strafraum kurz nicht auf, und Kratzert traf unten links zum 1:1. In der Schlussphase war dann kurioserweise die SVG näher am Sieg als der SSV nach Chancen von Daube, Doll und nochmals Daube. Doch auch Steinhoff hätte fast noch für Nörten getroffen.

„Wir haben das 2:0 verpasst und das Spiel nicht vorzeitig entschieden“, meinte SSV-Coach Jörg Franzke. „Damit haben wir die SVG wieder ins Spiel zurückgeholt.  (Helmut Anschütz/gsd)

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