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Nur Elfmetersieg für Göttingen 05 gegen Hainberg

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Von: Helmut Anschütz

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Fast hätte es für 05 eine Bauchlandung gegeben: Der 05er Steven Baumgardt stürzt über Hainbergs Torhüter Malte Kinzel, der viele gute Paraden zeigte.
Fast hätte es für 05 eine Bauchlandung gegeben: Der 05er Steven Baumgardt stürzt über Hainbergs Torhüter Malte Kinzel, der viele gute Paraden zeigte. © A.T. da Silva/gsd

Mit einem mühsamen 1:0 (0:0)-Sieg entschied Göttingen 05 das Stadtderby in der Fußball-Landesliga gegen den SC Hainberg hauchdünn für sich.

Göttingen – Vor 227 Zuschauern blieb das Duell vom Niveau her sehr vieles schuldig. Nur einem verwandelten Foulelfmeter durch den eingewechselten Norick Florschütz verdankte die Mannschaft von Trainer Jozo Brinkwerth den allerdings hochverdienten Dreier.

„Wir haben uns hier gut verkauft“, fasste Hainbergs Klubchef Jörg Lohse die Partie zusammen. „Wir waren kein Schlachtvieh.“ Das war eigentlich vorab fast zu erwarten, denn in den vorherigen fünf Spielen hatten die Hainberger 1:23-Tore kassiert. So fragten sich viele der Fans, wie hoch denn der Sieg für die Schwarz-Gelben ausfallen würde. Aber wie solche Partien eben laufen: Der absolute Underdog entwickelt frische Kräfte, steht in der Abwehr recht passabel, während sich der vermeintliche Favorit sehr schwertut.

05-Coach Brinkwerth hatte eine ungewöhnliche Aufstellung präsentiert, brachte die jungen Sieburg, Kerbs und Seiger, um ihnen Spielpraxis zu geben. Sieburg hatte auch die erste von vielen Chancen für die 05er, scheiterte jedoch an SCH-Schlussmann Kinzel, der viele gute Paraden zeigte und sein Team vor einem Rückstand bewahrte. Die Wenzel-Brüder Jannis und Jonah hatten die nächsten Torgelegenheiten für die Gastgeber, während sich die einzigen beiden Gelegenheit für Hainberg vor der Pause für Ensley Gariseb (17.) und Marks (32.) ergaben.

Die nächsten drei vergebenen Chancen gingen auf das Konto vom 05er Florian Reinke, dessen Abschluss jedes Mal zu unpräzise war. Das Chancenplus lag klar aufseiten von 05, die daraus jedoch keinerlei Kapital schlugen.

Zur zweiten Hälfte brachte Brinkwerth dann Baumgardt und Florschütz, der in der 52. Minute zum Strafstoß antrat, nachdem Taboure Jannis Wenzel zu Fall gebracht hatte. Doch Florschütz traf nur den linken Pfosten, was irgendwie zu dieser Partie passte. Hainbergs beste Tormöglichkeit hatte Lukas nach 70. Minuten, doch sein Schuss strich am 05-Gehäuse vorbei. Als Fiedler dann Muster legte, machte es Florschütz beim zweiten Foulelfmeter dann besser und verwandelte sicher zum 1:0. Glück hatte schließlich Hainbergs Hamza, als er Referee Buth wegstieß und nur Gelb sah, nachdem dieser dem SC das mögliche 1:1 wegpfiff, weil Taboure einen 05er weggedrängt haben soll.

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, klagte 05-Trainer Brinkwerth. „Spielerisch haben wir einiges versäumt. Dass es eng wurde, war ärgerlich.“

„Wir haben gut gespielt“, kommentierte SC-Coach Oliver Hille. „05 hatte natürlich weitaus mehr Chancen.“

Eine umstrittene gelb-rote Karte erhielt kurz vor Ende Hainbergs Gariseb, der selbst gefoult wurde, lange liegen blieb. Die 05er meinten, eine „Schwalbe“ des schon verwarnten Gästespielers erkannt zu haben.

So spielten sie:

05: Henze - Hartwig (80. Bredow), Seiger, Bock, Jonah Wenzel - Kerbs (46. Baumgardt), Tacke - Nolte (73. Soltendieck), Jannis Wenzel, Reinke (46. Florschütz) - Sieburg (62. Muster).

SCH: Kinzel - Oberheim, Hamza, Taboure, Fiedler - Lukas, Gundlach (84. Tahiri), Jandt (52. Jungnitz), Könen (52. Eckermann) - Gariseb, Marks.

Tor: 1:0 Florschütz (76., Foulelfmeter).

Gelb-Rot: Gariseb (Hainberg, 88.).

Besonderes Vorkommnis: Florschütz schießt Foulelfmeter an den linken Pfosten (52.).  (Helmut Anschütz/gsd)

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