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Plesse-Frauen 22:23 gegen Braunschweig: Blamage gegen Schlusslicht

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Symptomatisch für die Partie: Plesses Julia Herale (90) gerät am Braunschweiger Kreis ins Straucheln.
Symptomatisch für die Partie: Plesses Julia Herale (90) gerät am Braunschweiger Kreis ins Straucheln. © A.T. da Silva/gsd

Mit dem Heimsieg über das bis dahin noch sieglose Schlusslicht wurde es nichts: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg unterlagen am Samstag dem MTV Braunschweig verdient mit 22:23 (14:10).

Bovenden – HSG-Trainer Joshua Schlüter stellte lapidar fest: „Wir sind heute an uns selbst gescheitert.“

Während der ersten 30 Minuten deutete (fast) alles auf einen – wenn auch mühsamen – Arbeitssieg. In einer von Beginn an flotten Begegnung hatten die Gastgeberinnen vor der Pause ihr Visier deutlich besser eingestellt. Beim 5:1 (6. Minute) lief noch alles nach Plan. Und auch das 7:5 (13.) erschütterte die HSG nicht: Zur Pause lag sie wieder mit vier Toren vorn. Doch nach dem Wiederanpfiff klemmte es plötzlich im HSG-Spiel. Auf einmal fanden die Gastgeberinnen den Weg ins Tor nicht mehr: Für die ersten drei Treffer im zweiten Durchgang benötigten sie sieben Minuten! Die Braunschweigerinnen nutzten diese Phase, um sich auf Tuchfühlung an die HSG heranzuarbeiten (18:17/47.). Schlüter: „Wir haben danach den Schalter einfach nicht mehr umlegen können und gerieten in eine Abwärtsspirale.“

Und so kam es denn am Ende noch knüppeldick: Der MTV glich in der 54. Minute zum ersten Mal seit dem 1:1 wieder aus (21:21) und ging eine Minute später erstmals überhaupt in Führung (22:21). Nach dem 22:23-Zwischenstand (58.), kassierte die HSG eine Zeitstrafe und verlor darüber hinaus noch den Ball durch die Schiedsrichterentscheidung auf Zeitspiel.

Eine knappe, aber verdiente Niederlage gegen einen Gegner, der mit nur elf Spielerinnen angereist war und dabei auf seine Top-Torjägerin (Celine Mers/36 Treffer in vier Spielen) verzichten musste. „In der Schlussphase“, bemängelte Schlüter „hat es bei uns am Mannschaftsspiel gefehlt.“

An die Grenzen gehen

In den nächsten drei Tagen ist das Burgen-Team zwei Mal außer der Reihe gefordert: Am Dienstag tritt es um 20.30 Uhr beim Tabellenfünften MTV Peine (besiegte am Samstag Germania List 30:23) an und am Donnerstag um 19.30 Uhr beim Tabellenvierten Hannover Badenstedt II (siegte am Samstag in Lüneburg 34:32) an.

„Ich erwarte von meiner Mannschaft eine Trotzreaktion auf diese Niederlage“, fordert Schlüter von seinen Spielerinnen. „Wenn wir an unsere Grenzen gehen, dann können wir trotz der schweren Aufgaben auch bei diesen nicht eben leichten Gegnern etwas holen.“

HSG: Suchy, Merz - Hemke 3, Al Najem -Herrig 4, Führ 4, Henne, Popp, Hartig 2/1, Begau, Bachmann, Schütze 1, L. Müller, Pfotzer, Herale 8/4.  (eko)

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