Frauen-Handball

Plesses Maike Rombach: „Zum ersten Mal die Neue im Team“

Sucht eine neue Herausforderung: HSG Plesses Eigengewächs Maike Rombach wechselt nach Hannover.
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Sucht eine neue Herausforderung: HSG Plesses Eigengewächs Maike Rombach wechselt nach Hannover.

HSG Plesse-Hardenberg und Maike Rombach – die seit 19 Jahren das HSG-Trikot trägt – das gehört irgendwie zusammen. Dennoch werden das Burgenteam und ihre Integrationsfigur künftig getrennte Wege gehen.

Nörten/Bovenden – „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, noch einmal in der 3. Liga zu spielen“, erklärt die bald ehemalige HSG-Torjägerin ihren Entschluss, in der kommenden Serie für den Hannoverschen SC aufzulaufen.

Der Zeitpunkt scheint aus ihrer Sicht der richtige, steht doch ihr langjähriges Team vor einem personellen Umbruch und ihr Studium vor dem Abschluss.

Rombach hat sich umgeschaut und sich nach einer „Trainings-Hospitation“ dem Team aus der Landeshauptstadt angeschlossen. „Ich habe mich bewusst für Hannover entschieden, weil es noch kein gestandenes Drittliga-Team ist“, sagt Rombach in der Hoffnung, sich in der höheren Spielklasse etablieren zu können. Der HSC hat erst zwei „Corona-Spielzeiten“ in der 3. Liga hinter sich.

Ihre neuen Mitspielerinnen, viele davon im selben Jahrgang, kennt sie kaum. Mit Naemi Leston kam es 2018 zu einem gemeinsamen Auftritt beim Beachhandball in Cuxhaven in einem von der Ex-HSGerin Svenja Thoelke zusammengestellten Mix-Team. Darüber hinaus waren alte und neue Mannschaft mit den bekannten Löw-Schwestern lange Zeit Ligakonkurrenten.

Außerdem wechseln weitere vier Neuzugänge aus Rohrsen zum HSC. „Auch für mich ist es das erste Mal, dass ich die Neue in einer Mannschaft bin“, blickt Maike Rombach ihrer neuen Herausforderung mit Spannung entgegen, bei der ihr sicher auch die HSG-Fans die Daumen für eine erfolgreiche Zukunft drücken.

Wenn die Saison richtig losgeht, wird sie drei Trainingseinheiten wöchentlich absolvieren und zwischen Göttingen und Hannover pendeln. „Ein Umzug würde jetzt wenig Sinn machen, weiß ich doch noch nicht, wo es beruflich nach dem Studium für mich weitergeht“, erklärt Maike. Und wenn es mit der Fahrerei dann doch mal zu viel wird, bestehe die Möglichkeit, bei Annika Hollender Quartier zu finden. Plesses ehemalige Spielmacherin wohnt in Hannover.

Ihr Eigengewächs lässt die HSG Plesse-Hardenberg nur ungern ziehen. „Wir sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, kommentiert Teammanagerin Maike Lapschies den Verlust. „Natürlich freuen wir uns, dass sie in der 3. Liga Fuß fassen kann. Das spricht auch für unsere gute, jahrelange Ausbildung.“ Sie habe es ermöglicht, dass sich Rombach zu einer der besten Rückraumspielerinnen der Oberliga entwickelt hat.

„Und auf Maike ist immer Verlass, sowohl sportlich als auch menschlich. Sie ist immer bereit, Verantwortung zu übernehmen.“ Die Verbundenheit zu ihrem Heimatverein wird auch dadurch dokumentiert, dass sich Maike Rombach trotz ihres Wechsels weiterhin für die HSG engagieren wird, sei es als Trainerin oder als Organisatorin bei verschiedenen vereinsinternen Aufgaben.

„Für uns gilt es jetzt, diese Lücke zu schließen. Daran arbeiten wir hinter den Kulissen weiterhin tatkräftig. Wir wünschen Maike alles erdenklich Gute für ihr neues Abenteuer. Sie weiß aber auch, dass die Tür zu uns immer weit offensteht“, so Lapschies abschließend.(Andreas Schridde)

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