Handball-Oberliga Männer: Rosdorf siegt 28:27 gegen Nienburg

Prestige-Erfolg für HG

Siebenfacher Torschütze: Rosdorfs Konstantin König (am Ball) setzt sich gegen Nienburgs Benjamin Hillebrandt durch. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. Das war nochmal ein kleiner Handball-Leckerbissen in Rosdorf! Im Spitzenspiel der Männer-Oberliga kam der Tabellendritte aus der Göttinger Vorstadt zu einem schwer erkämpften 28:27 (14:12)-Sieg gegen die HSG Nienburg, die als feststehender Meister aber nicht in die 3. Liga aufsteigen will und dafür sogar 5000 Euro Strafgeld in Kauf nehmen dürfte.

Da auch der Tabellenzweite Vorsfelde nicht aufsteigen will und Rosdorf gar nicht erst für die 3. Liga gemeldet hat, stellt sich natürlich die Frage, ob die Oberliga-Schlussphase nicht zur sportlichen Farce wird. Nienburgs Torhüter Christoph Büthe (einst bei der HG) verdeutlichte die Sichtweise der HSG, dass ein Aufstieg eben zu risikoreich sei – sowohl sportlich als vor allem auch wirtschaftlich: Siehe den Northeimer HC, der letzte Saison souverän durchmarschierte, nun aber wieder runter muss.

Zum Spiel: Drei gegen Eins – das wurde nochmal zu einem echten Spitzenspiel! Beide Teams gingen voll zur Sache, was sich auch an den Strafen zeigte: Einmal Rot für die HG (Bohnhoff), acht Zeitstrafen für Rosdorf, nur drei gegen Nienburg – trotz des Missverhältnisses zeigten auch die Schiris Thomas Voltyn und Markus Schmidt eine gute Leistung.

Rosdorf begann mit einer offensiven 4-2-Deckung, führte 3:2 (7.), 6:4 (14.), 9:5 (17.) und 11:8 (22.), rettete ein 14:12 in die Halbzeit. Danach bekam die HG den HSGer Jakup Pawlicki nicht in den Griff, der fünfmal in Folge traf zum 18:18-Ausgleich. Sebastian Nülle sorgte dann für Nienburgs 19:18-Führung (39.), es blieb aber die erste und einzige. „Wir haben den Start in die zweite Halbzeit verpennt“, meinte HG-Keeper Julian Krüger.

Deckung umgestellt

Was führte dann zum Rosdorfer Sieg? „Dass wir von 4-2 auf 6:0 in der Abwehr umgestellt haben! Da standen wir dann wesentlich besser“, meinte Co-Trainer Lenny Pietsch. Konstantin König (fünf Treffer nach der Pause) mit seiner Wurf-Urgewalt, Daniel Müller vom Kreis und ihre Teamgefährten warfen wieder einen 27:23-Vorsprung (54.) heraus, der aber doch noch mal in Gefahr geriet durch Jan-Patrik Bohnhoffs roter Karte (56.). Arnar Gudmundsson verkürzte auf 26:27 für Nienburg, ehe König zum 28:26 einlochte. Glück für die HG: Die Gäste trafen zweimal nur Holz, Nülles viertes Strafwurftor zum 27:28 war das letzte für Nienburg. So konnte sich Rosdorf über diesen Prestige-Erfolg freuen: Trainer Gernot Weiss: „Wir haben es spannend gemacht, den Sieg über die Zeit gerettet.“

HG: Krüger, Döscher – Kupzog 4, Frölich 5, Brandes 4, Bohnhoff, Ruck 4/3, Müller 4, König 7, Bohnhoff, Heske, Bruns, Osei-Bonsu, Quanz, Fritsch. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.