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Riedels Freistoß-Tor: Zauberfuß als Matchwinner im Derby

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Von: Helmut Anschütz, Walter Gleitze

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Riesenchance: Der SVGer Amin Al Debek schießt über das Tor, Eintracht-Keeper Tim Tauterberg muss nicht eingreifen.
Riesenchance: Der SVGer Amin Al Debek schießt über das Tor, Eintracht-Keeper Tim Tauterberg muss nicht eingreifen. © Hubert Jelinek/gsd

Die SVG Göttingen bleibt nach dem 3:0 bei Acosta Braunschweig zum Auftakt der Fußball-Landesliga vor einer Woche auf Erfolgskurs.

Göttingen – Bei der Heimpremiere kamen die Schwarz-Weißen am Freitagabend vor 507 Zuschauern im Krügerpark am Sandweg zu einem völlig verdienten 1:0 (0:0) im Südniedersachsenderby gegen Eintracht Northeim.

Es bedurfte allerdings eines Geniestreiches des überragenden Luis Riedel, der mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern in der 78. Minute den SVGern, die allein auf sieben Stammkräfte – größtenteils verletzungsbedingt – verzichten mussten, diesen Sieg sicherte.

„Wir haben gut dominiert, waren das spielbestimmende Team in dieser einseitigen Partie. Tautermann hatte einen Glanztag“, sagte Riedel, der darauf hinwies, dass Northeims Torwart Tim Tautermann sein Team vor einer deutlichen Niederlage bewahrte. In der 43. Minute regierte Tautermann sensationell bei einem Kopfball von Ricardo Moreno Morales nach einem Eckball von Julian Kratzert. In der 50. Minute machte er eine Riesenchance von Kratzert, der allein vor ihm auftauchte, zunichte, ebenso wie in der 74. Minute nach einem Kopfball von Kratzert. Und auch einen Schuss von des eingewechselten Mattis Mühlhaus aus 17 Metern lenkte Tautermann reaktionsschnell über den Querbalken. „Ohne Tautermann hätten wir auch 0:4 oder 0:5 verlieren können“, meinte Eintrachts Teammanager Hartmut Den-ecke zu Recht.

Torchancen der Northeimer? Bis zu 72. Minute keine einzige, ehe Kapitän Marc-Jannick Grunert mit einem direkten Freistoß SVG-Keeper Omar Younes prüfte. „Ein verdienter Sieg“, anerkannte Grunert. „Die Leistung vom 3:3 gegen Wolfenbüttel haben wir nicht bestätigt.“

Bereits nach 18 Minuten hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen, als Riedel Steffen Doll auf die Reise schickte, der für Amin Al Debek auflegte, der aus kurzer Distanz diese Riesenchance aber liegenließ. Kurz vor dem 1:0 hätte es nach einem Foul an Mühlhaus einen Elfmeter geben müssen, doch Schiedsrichter Tobias Geismann verlegte den Tatort außerhalb des 16 m-Raumes.

Die SVG mit einem vor allem in der zweiten Halbzeit überragenden Riedel beherrschte die überaus harmlosen Gäste in allen Belangen. Das sah auch Göttingens Trainer Dennis Erkner so: „Wir haben so gut wie nichts zugelassen, hatten die weitaus bessere Spielanlage. Ich bin zufrieden, wir haben jetzt sechs Punkte auf unserem Konto.“

Mit diesem Sieg im Duell der beiden Oberliga-Absteiger unterstrichen die Göttinger ihre Ambitionen, im Kampf um die Meisterschaft in dieser allerdings recht ausgeglichenen Liga mitmischen zu wollen.  (Walter Gleitze und Helmut Anschütz/gsd)

Das ist super, das ist elegant: Göttingens Luis Riedel springt mit dem Ball über Northeims Abwehrspieler Massimo Röttger hinweg. Der Zauberfuß der SVG versenkte den entscheidenden Freistoß zum 1:0 für die Gastgeber.
Das ist super, das ist elegant: Göttingens Luis Riedel springt mit dem Ball über Northeims Abwehrspieler Massimo Röttger hinweg. Der Zauberfuß der SVG versenkte den entscheidenden Freistoß zum 1:0 für die Gastgeber. © Hubert Jelinek/gsd

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