Handball-Oberliga Frauen

Rosdorf-Trainer Heiligenstadt nach 29:28-Sieg: „Kämpfen lohnt sich“

+
Sie hat die Lücke erkannt: Maite Gutenberg (am Ball gegen Peines Nina Eggeling und Tabea Bleyer/rechts) steuerte fünf Treffer zu Rosdorfs Sieg bei.

55 Sekunden vor Schluss gab es beim Saisonauftakt der Rosdorfer Oberliga-Handballerinnen die entscheidende Szene: Malin Gerke, durchgehend als die defensive Ablösung der Kreisläuferin Freda Seifert auf der Platte, versenkte einen Tempogegenstoß zum viel umjubelten 29:28 (14:16)-Siegtor über den amtierenden Meister MTV Vater Jahn Peine.

Nur Sekunden nach dem Abpfiff fasste der Rosdorfer Trainer Sascha Heiligenstadt die 60 Minuten in einem Satz zusammen: „Kämpfen lohnt sich!“

Und mit Kampf bogen die Gastgeberinnen die Partie gleich mehrfach um. Schon zur Pause (14:16) hatten sie zwei Aufholjagden hinter sich: Vom 0:4 (4. Minute) zum 6:8 (14.) und vom 6:12 (20.) zum 14:15 (29.). Der beständige Rosdorfer Rückstand war auf deren Defizite im Abschluss zurückzuführen, durch die Angreiferinnen die zahlreichen Ballgewinne in der Abwehr verschenkten. In den ersten 30 Minuten blieben so allein sechs Großchancen ungenutzt. Zwei Mal war ein Pfosten im Wege und vier Mal siegte die starke Peiner Schlussfrau Karoline Kilsbach.

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Rosdorferinnen ein halbes Dutzend Chancen liegen (drei Mal Holz, drei Fehlwürfe – darunter ein Siebenmeter), doch die Abwehr und Torhüterin Louisa Schlote ließen nun nur noch zwölf Gästetore zu. Nach 39 Minuten war es dann endlich so weit: Maite Gutenberg markierte mit dem 20:20 den ersten Ausgleich und Nuri Berin Moschner (nur 40 Sekunden später) die erste Rosdorfer Führung zum 21:20.

In dem folgenden, offenen Schlagabtausch jagte ein Ballbesitzwechsel den anderen. Symptomatisch die 41. Minute: Rosdorf verliert den Ball durch einen Fehlpass, fängt den Tempogegenstoß ab und verliert den Ball erneut durch einen technischen Fehler. Das Ende vom Lied: Lia Rühling versenkt das Leder zum 21:22 in die Maschen des Rosdorfer Gehäuses.

Dass es insgesamt bei „nur“ 57 Toren blieb, hängt mit der Torumrandung zusammen, an der beide Mannschaften jeweils drei Mal scheiterten. Hinzu kamen allein auf Rosdorfer Seite zehn Chancen, die eigentlich ein Tor hätten bringen müssen.

Dass am Ende die Gastgeberinnen um den einen Treffer besser waren, liegt an der starken Defensivleistung in beiden Durchgängen und am verbesserten Abschlussverhalten in der zweiten Halbzeit.

MTV: Linze, Schlote - Herthum, A. Gutenberg 6/4, Penner, Gerke 3, Hinrichs 8, Wedemeier 3, Kehler 1, Moschner 2, Seifert 1, Mündemann, Diek, M. Gutenberg 5.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.