Handball-Oberliga-Männer: Defektes Hallendach bereitet Probleme / Jahn gegen TuS

Rosdorf trotzt dem Dachschaden

Tor für die HG: Rosdorfs Philipp Heske (18) erzielt gegen Mündens Torwart Alexander Klocke das 2:0 für die HGer. Mündens Thomas Eisenbach (12) sieht zu. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Dass es gegen die TG Münden im nachgeholten Handball-Oberliga-Derby so ein Spaziergang werden würde – das hatte bei der HG Rosdorf-Grone niemand gedacht. Mit 35:14 fegte das Team von Trainer Gernot Weiss den Ex-Drittligisten aus der undichten Sporthalle am Rosdorfer Siedlungsweg. Wegen eines Regenschauers tropfte es erneut durch, so dass die Partie für 13 Minuten unterbrochen werden musste.

Nach Auskunft von Rosdorfer Offiziellen ist der Landkreis Göttingen der Träger der Halle – der aber trotz mehrfacher Aufforderung nichts gegen die Mängel tue bzw. getan habe. Der Landkreis wolle die Halle, durch deren Dach es auch schon beim Frauenspiel der HG gegen Hollenstedt tropfte, an die Gemeinde Rosdorf loswerden, doch die wolle natürlich keine zumindest teilweise sanierungsbedürftige Sportstätte in Empfang nehmen. Ein zweifelhafter, eigentlich untragbarer Zustand. Übrigens dürfte das schmuddelige Winterwetter auch nicht besser werden, so dass irgendwann demnächst wohl ein Spielabbruch bei HG-Partien droht.

Trotz des Dachschadens agierte die HG gegen Münden mit kühlem Kopf gegen die stark gehandicapten TGer, denen Manuel Evora, Christian Grambow und Trainersohn Jendrik Janotta fehlten. Das Team von Coach Frank Janotta gab so insgesamt nur ein trauriges Bild ab, hatte gegen die engagiert auftretende HG-Mannschaft keine Chance. „Wir konnten nur 20 Minuten mithalten“, gestand Janotta ein. „Für uns liegt der Fokus auf dem Samstagsspiel gegen Soltau. Diese Niederlage ist kein Genickbruch.“ Etwas mehr Gegenwehr hätte sich der neutrale Handballfreund aber schon von der TG erhofft.

Rosdorf warf sich mit dem höchsten Saisonerfolg hinter Vorsfelde auf den zweiten Platz der Oberliga. Das Weiss-Team hat nun nach Abschluss der Vorrunde mit nur 345 Gegentreffern die stabilste Abwehr der Oberliga – nur 23 Gegentor im Schnitt pro Spiel. Gegen Münden spielte die HG zum zweiten Mal die neu einstudierte 4-2-Deckung mit den vorgezogenen Hubertus Brandes und Philipp Heske, was sich vor der Pause bezahlt machte, als Rosdorf nur sechs TG-Tore zuließ.

Am Sonntag (17 Uhr) folgt jetzt das nächste Spitzenspiel gegen die HSG Schaumburg-Nord. Der Tabellenvierte holte auswärts bisher 8:4 Punkte und hatte das erste Saisonspiel gegen die HGer mit 25:19 gewonnen.

Zweites von drei Heimspielen

Der TV Jahn Duderstadt bestreitet am Samstag (18 Uhr) das zweite von drei aufeinander folgenden Heimspielen. Gegen Schlusslicht TuS Himmelsthür können die Eichsfelder mit dem fünften Heimsieg endlich auch wieder zu einem positiven Punktverhältnis kommen.

Die letzten drei Partien vor eigenem Publikum konnte das Team von Trainer Christian Caillat für sich entscheiden. Rückraum-Shooter Matthias Heim ist derzeit in Top-Form traf in den vergangenen beiden Heimspielen jeweils zehnmal. (haz/gsd-nh)

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